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Der Verband Deutscher Automobilhersteller (VDA) wollte es genauer wissen und beauftragte das Institut für Demoskopie (IfD) in Allensbach mit folgenden Fragen: Welche Veranstaltungen besuchen Oldtimer-Interessierte eigentlich aktuell und welche Epochen der über 130jährigen Geschichte des Automobils sind noch von Interesse. Die Ergebnisse, unterstützt durch Quellen des VDA und der Oldtimer Markt, geben zumindest Aufschluss darüber, wohin die Reise geht – sprich die Interessen zu denen Oldtimer-Fans tendieren. Befragt wurde Deutschlandweit eine repräsentative Gruppe an Old- und Youngtimern Interessierter Pkw-Fahrer – also Führerscheininhaber ab 18 Jahren.
Der Markt für klassische Automobile in Deutschland – allgemein als Oldtimer- und Youngtimer-Markt bezeichnet – leidet im Moment etwas an der leicht sinkenden Käufernachfrage innerhalb eines hohen Preisniveaus, das seinen Höhenpunkt im vergangenen Jahr überschritten hatte. Gleichzeitig sind sowohl im Angebots- und Nachfragesegment Verschiebungen feststellbar. Dazu zählen vor allem die Verjüngung der Kaufinteressenten und insbesondere das steigenden Angebot der Vor- und Nachkriegsfahrzeuge bis in 1950er Baujahre. Große Veränderungen ergeben sich auch im Segment der Youngtimer - Automobile von 20 bis 29 Jahren. Wo genau diese Marktverschiebungen im Fahrzeugangebot und bei den Käufern und Besitzer der klassischen Fahrzeuge stattfinden, lässt sich anhand umfangreicher Markterhebungen darstellen. Sowohl KBA (Kraftfahrt Bundesamt), VDA (Verband der Deutschen Automobilindustrie), BBE Automotive und IfD Allensbach, haben dazu zahlreiche aufschlussreiche Erhebungen durchgeführt, von denen wir hier die Aussagekräftigsten vorstellen wollen.
Die GTÜ heißt Sie auch im kommenden Jahr zum Saisonauftakt auf der Bremen Classic Motorshow willkommen. Vom 31.01.-02.02.2020 freut sich das GTÜ Standteam auf Ihre Fragen rund um Old- und Youngtimer und präsentiert Ihnen das Dienstleistungsportfolio der größten Prüforganisation freiberuflicher Sachverständiger. Dazu zählen Oldtimergutachten (H-Kennzeichen) gemäß § 23 StVZO und Hauptuntersuchungen gemäß § 29 StVZO im amtlichen Bereich sowie Wertgutachten, Reparatur- und Restaurierungsbegleitung und Rechercheaufträge zur Fahrzeughistorie im nichtamtlichen Bereich. Gerne steht Ihnen das GTÜ Team zu allen Fragen rund um das GTÜ Classic-Portal im Internet zur Verfügung. Ein umfangreiches Fahrzeugarchiv, Testberichte und Daten zu ca. 40.000 Modellen wartet auf Ihre Entdeckung.
Das durchschnittliche Alter aller zugelassenen Pkw (Personenkraftwagen) lag zum Stichtag 01.Januar 2018 bei 9.4 Jahren und ist demnach im Vergleich zum Vorjahr (9.3 Jahre) weiter kontinuierlich gestiegen. Das Kraftfahrtbundesamt hat über den Zeitraum von 10 Jahren alle Kraftfahrzeuggruppen untersucht und dabei festgestellt, dass alle Fahrzeuggruppen kontinuierlich altern. So lag das Durchschnittsalter der in Deutschland zugelassenen Pkw im Jahre 2009 bei 8,2 Jahre und hat in den vergangenen 10 Jahren den Wert 9.4 Jahre erreicht. Zudem waren am 01. Januar 2018 von den 46,5 Millionen in Deutschland zugelassenen Pkw 674.978 Fahrzeuge älter als 30 Jahre. Damit könnte fast jedes siebzigste Fahrzeug eine historische Zulassung erhalten (H-Kennzeichen).
Der Herbst naht mit schnellen Schritten, die Landschaft wird bunter und die letzten Ausfahrten mit dem geliebten Oldtimer stehen auf dem Programm. Zeit etwas ruhiger zu werden und das Engagement in die rollenden Sachwerte zu überdenken. Der Generationswechsel ist im vollen Gange, das Automobil wird im Gefolge der Klima-und CO2 –Diskussion zum Streitobjekt und die Wertigkeit und Akzeptanz der Sammlerfahrzeuge ändert sich schleichend. Dass Anleger in Sachwerte investieren ist ja hinlänglich bekannt und dass diese Sachwertanlagen nicht nur aus Gold und Edelsteinen bestehen, hat auch der Letzte begriffen. Angesagt sind Kunst, Whisky, Wein, hochwertiger Schmuck und eben auch das Sammlerobjekt „Seltene Automobile.“ Seit Jahren führte dieses Sammlerportfolio unangefochten die Hitliste der Spekulationsobjekte an, doch der Wertewandel in der Gesellschaft, die geänderten Prioritäten der kommenden Generationen und die immer schwieriger werdende Suche nach geeigneten Fahrzeugen hat dazu geführt, dass das Automobil nicht nur in der gesellschaftlichen Wertigkeit, sondern auch unter Sammlern von Sachwerten seine Spitzenposition eingebüßt hat.
Von den rund 47 Millionen in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeugen waren anfang des Jahres 2019 rund 40 Prozent älter als 10 Jahre und mehr. Das Durchschnittsalter der deutschen Pkw ist mittlerweile auf 9.5 Jahre angestiegen (2019) und betrug im Vorjahr 2018 noch 9.4 Jahre. Noch deutlicher fällt das Alter bei den Motorrädern aus. Hier führt das Bundesland Sachsen mit 20,3 Jahren im Durchschnitt, die „jüngsten“ Motorrad-Durchschnittsalter sind in Berlin mit rund 16,4 Jahren unterwegs. Alte Kraftfahrzeuge gibt es in Deutschland also genug, aber nicht alle sind Liebhaberstücke. Viele kaufen sich einen guten Gebrauchten als Alltagsfahrzeug und echte Klassiker sind rund 2.2 Millionen Fahrzeuge. Der Trend ist jedoch eindeutig. Die Zahl der jungen Classic Cars wird weiterwachsen und allen voran die Fahrzeuge der 1980er und 1990er Jahre sind dabei in den Fokus der Liebhaber geraten. Und diese steigende Nachfrage nach Fahrzeugen vor der Jahrtausendwende sorgte auch in den vergangenen Jahren für enorme Wertsteigerungen bei einigen dieser sogenannten Neo Klassiker.
Nach nunmehr drei Monaten leichten Rückgängen im Rating des weltweit umfassendsten Market Ratings für klassische Automobile und Sammlerfahrzeuge, kehrt der Hagerty Rating-Wert Mitte August 2019 in Richtung 64 Punkten zurück. Lag das Fünfjahreshoch weltweit im Mai 2015 noch bei 71,95 Punkten, so brachte das Fünfjahrestief im Juli 2019 gerademal 63,56 Punkte auf die Waage. Der jetzt sichtbare Anstieg in Richtung 64 Punkten ist mit dem Ende der Sommerpause erklärbar, da in den USA die Auktionen von Pebble Beach, Quail Lodge und Monterey stattfanden und nahezu über 550 klassische Fahrzeuge der Superlative über den Laufsteg gingen.
Das Automobil als Sinnbild für Mobilität und Lieblingsspielzeug der Deutschen ist in die Jahre gekommen. Während auf den europäischen Märkten seit geraumer Zeit der Abwärtstrend in den Neuwagenzulassungen fallende Pegelstände verzeichnet und die europäischen Märkte als übersättigt gelten, boomt das Neuwagengeschäft in den Schwellenländern wie China, Russland, Indien oder Südamerika.
Die Ergebnisse der Sonderauswertung des Branchenindex (BIX) bestätigen den Trend: Das Geschäft mit Oldtimern und Youngtimern bleibt eine wichtige Säule im Kfz-Gewerbe.
Aus den Daten der in Teil I unseres Berichts genannten vier Teilgebiete der Marktbeobachtung werden dann Interpretationen durch Marktspezialisten in Form von allgemeingültigen bundesdurchschnittlichen Werten gebrauchter Fahrzeuge pro Baujahr angelegt. Die Allgemeingültigkeit ergibt sich aus Zulassungsdaten (Erstzulassungsdatum), Laufleistungen (je nach Fahrzeugtyp), serienmäßigen Ausstattungspaketen, Vorbesitzer und Unfallfreiheit oder frei von Vorschäden
Die aktuelle Diskussion zu den am Markt etablierten Bewertungskriterien nimmt seit geraumer Zeit wieder Fahrt auf, denn das bestehende Benotungs- und Bewertungssystem scheint nicht mehr zeitgemäß zu sein. So hat unter anderem auch der Parlamentskreis im Deutschen Bundestag „Automobiles Kulturgut“ im Frühjahr seinen Bericht der „Arbeitsgruppe Zustandsnoten“ veröffentlicht, die sich seit vergangenem Jahr intensiv um eine Überarbeitung der Bewertungskriterien bemüht hat.
Zu Ehren des 100-jährigen Bestehens der Marke Bentley hat sich das Auktionshaus Bonhams in London etwas Besonderes ausgedacht. Unter dem Titel „Age of Endeavour“ (Zeitalter der Anstrengung) wird im Verkaufsraum der Firma Bonhams in der Londoner Bond Street eine Ausstellung über die legendäre britische Marke Bentley gezeigt, die anhand von 100 Erinnerungsstücken vor allem die Geschichte des Bentley Rennsports Revue passieren läßt.
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