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Die Meinungen gehen gehörig auseinander. Einerseits ein klares „Nein“ zur Fahrt von weiten Strecken mit Oldtimern. Das Risiko sei zu hoch und das Material zu teuer. Und andererseits ein klares „Ja“. Das haben die Wagen schließlich auch früher geschafft und schaffen es auch heute. Auch Oldtimer sind zum Fahren da. Die Machbarkeit liegt irgendwo dazwischen.
Max Hoffman, US-Importeur und der Westcoast-Porsche-Händler Johnny von Neumann waren nach Kriegsende zwei Schwergewichte im amerikanischen Sportwagenmarkt, denen die Hersteller nicht so leicht eine Bitte abschlagen konnten. Im Grunde genommen waren die beiden aber Geburtshelfer für Sportwagen, die von den weniger mutigen Herstellern ansonsten nicht gebaut worden wären. Erinnert sei hier an den BMW 507 oder den Mercedes-Benz 300 SL, um nur einige Modelle zu nennen, die von Hoffman und von Neumann angeregt wurden. Kaum hatte Porsche Ende 1948 in Deutschland den Karosseriebauer Reutter mit der Produktion von 500 Karosserien beauftragt, die dann ab dem Frühjahr 1950 im Porsche Werk Stuttgart-Zuffenhausen in Produktion gingen, standen die Amerikaner auf der Matte und präsentierten ihre Idee eines sportlichen Wettbewerbswagen.
Am 17. Juli 2001 wurde der Solitude Revival e. V. mit Tobias Aichele und sieben Rennfahrerlegenden gegründet, mit dem Ziel, die Rennstrecke vor den Toren Stuttgarts nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Die Carrozzeria Ghia wird dieses Jahr 100 Jahre alt, gegründet 1921 von Giacinto Ghia in Turin. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, zu erzählen, wie es zum Karmann-Ghia kam und zeigen mit den Bildern nochmals auf, wie atemberaubend schön dieser auf einem Käfer basierende Cabriolet ist.
Renault 15 und Renault 17, kurz R15 und R17 genannt, betraten im Juli 1971 vor 50 Jahren gemeinsam die Bühne und galten als Antwort auf die zu diesem Zeitpunkt stark nachgefragten sportlichen Coupés á la Ford Capri oder Opel Manta. Selbst die Japaner sprangen ein Jahr zuvor auf diesen sportlich geprägten Zeitgeist auf. Toyota präsentierte sein Celica Coupé, das genauso wie seine europäischen Konkurrenten die amerikanischen Vorbilder wie Mustang und Camaro imitierte. Fast alle Coupés jener Zeit besaßen lange Frontmotorhauben und abgeschnittene Hecks. Anders die Franzosen. Unter der Federführung von Gaston Juchet entstanden damals im „Centre de Style“ von Renault die beiden Schwestern R15 und R17.
Man nehme 15 vollkommen identische Porsche 911 Carrera RSR Rennfahrzeuge und lackiere diese wie eine bunte Haribo-Mischung in 15 verschiedenen Farben. So geschehen 1973 im Porsche Werk Weissach. Anschließend liefere man das Porsche Rudel in die Vereinigten Staaten an einen gewissen Roger Penske aus, der damit das erste Rennen einer Veranstaltung bestreiten ließ, in denen die Besten der Besten gegeneinander antraten. Die IROC Rennserie, International Race of Champions, wurde 1973 vom Präsidenten des Riverside International Raceway, Les Richter und Roger Penske gegründet. Eigentümer aller 15 Porsche Carrera RSR Rennwagen war Roger Penske, die Fahrer kamen aus den bekanntesten Rennserien der Welt, die in der Rennsaison zuvor als Champion daraus hervorgingen. Aus der Formel 1 wurde Emerson Fittipaldi nominiert, der 1972/73 als F1 Sieger hervorging. Die weiteren Fahrer kamen alle aus den US-Rennserien American NASCAR, Indy 500, CAN-AM, Stock Car und mit Anthony Joseph Foyt trat auch ein Le Mans Gewinner an. Insgesamt standen 12 Fahrer auf den Starterlisten, die alle einen der nagelneuen Porsche 911 Carrera RSR IROC Rennwagen bekamen. Die Meisterfahrer aus Sportwagenrennen, Indy-Car-Rennsport, Formel 1 und NASCAR World Champion waren das Ereignis der US-Rennsaison 1974 und sorgten wie von Roger Penske beabsichtigt für Einschaltquoten und Werbeeinnahmen beim Fernsehsender ABC.
Zur Erinnerung: GTÜ-Classic stellt ihnen zukünftig in den News auch Fahrzeuge mit besonderer Geschichte vor. Den Anfang machte jener 914/6, mit dem die ONS (Oberste Nationale Sportkommission) -Staffel die Feuertaufe erlebte. Heute stellen wir einen besonderen BMW-Alpina 2800 CS vor und haben dafür auch wieder einen aktuellen Anlass. In diesem Jahr wird der legendäre BMW 3.0 CSL 50 Jahre alt – und die Geschichte der Leichtbau-Coupés ist in diesem BMW-Alpina begründet.
Pete Petersen, Herausgeber des amerikanischen Sportscar Graphic Magazins, berichtet 1960 in seiner Juni-Ausgabe der Motortrends über ein außergewöhnliches Sportcoupe, das von einem ehemaligen Piloten der US-Air-Force, dem damals 30-jährigen James Frank Kellison (Jim) entwickelt und später in Serie gebaut wurde. Ein Jahr zuvor war der Werbeleiter von Petersen Publishing mit einem Kellison J4 Coupe nach Bonneville gefahren und hatte dort den Geschwindigkeitsweltrekord für geschlossene Coupe-Fahrzeuge aufgestellt. Das auf der Titelseite der Sportscar Graphic abgebildete J4 Coupe mit der Nummer 905 war Jim Kellisons persönliches J4 Class „C“ Racing Coupe. Die 905 war die Hausnummer seiner Werkstatt in Folsom, Kalifornien, in der unter der Firmierung Kellison Car Manufacturing Co. von 1959 bis 1964 die J-Coupes in Serie hergestellt wurden.
Der Porsche 916 wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, ist aber eine der größten Raritäten der Marke Porsche, denn 1971/1972 wurden nur insgesamt 11 Exemplare hergestellt. Allesamt sind es Prototypen, die nach Abschluss des Projektes einen Stückpreis von 40.000 DM auf der Kostenrechnung hinterlassen. Ein großer roter Strich beendete das Kapitel des Sportwagens, den Porsche gegen den Dino von Ferrari ins Rennen schicken wollte. Eine Serienproduktion fand nie statt und die elf Prototypen wurden verkauft. Fünf davon blieben in der Familie Porsche und Piëch, für weitere wurden in Deutschland an treue Porsche Kunden verkauft und einer wurde in die USA exportiert. Wer einen bekam, ist unter Verschluss. Allerdings kamen zwei Porsche 916, die ursprünglich von der Familie Piëch genutzt wurden, in Auktionen unter den Hammer.
GTÜ-Classic stellt ihnen zukünftig in den Newslettern auch Fahrzeuge mit besonderer Geschichte vor. Den Anfang macht jener 914/6, mit dem die ONS (Oberste Nationale Sportkommission) -Staffel die Feuertaufe erlebte, und zwar im eigentlichen Sinn des Wortes. Wir haben dafür auch zwei aktuelle Anlässe: Erstens wurde ONS-Staffel-Gründer Herbert Linge am 11. Juni 2021 stolze 93 Jahre alt und zweitens feierte eine Fangemeinde den 40. Todestag von Herbert Müller am 24. Mai 2021. Der Schweizer Rennfahrer war es, der im September 1972 auf dem Nürburgring aus seinem in Flammen stehenden Ferrari 512 entkommen konnte. Es war der erste offizielle Einsatz des ONS-914/6.
Die internationale Fachwelt und Presse überschlägt sich mit Lobeshymnen auf das kürzlich erschienene zweibändige Referenzwerk über Sammlerautos der letzten 120 Jahre. Ultimate Collector Cars kommt in einem Archivkarton und stabilen Schuber, das zwei großformatige und auf 10.000 Exemplare limitierte Prachtbände enthält, in dem die britischen Designexperten Charlotte und Peter Fiell die Geschichte der spektakulärsten Automobile in Wort und Bild versammelt hat. Angefangen vom legendären Mercedes-Simplex aus dem Jahre 1903, bis hin zum futuristischen McLaren Speedtail des Jahres 2020, sind in diesem fantastischen Referenzwerk 100 Automobile versammelt, die auf 904 Seiten in überwiegend farbigen und großformatigen Fotos weltweit führender Automobilfotografen vorgestellt werden. Jedes der 100 Fahrzeuge kann für sich beanspruchen einmalig und als Meilenstein der Automobilgeschichte zu gelten. Die Autoren begnügen sich jedoch nicht nur mit exzellenten Fotos, sondern liefern zudem meist noch unbekanntes Archivmaterial und die Geschichten zur Entstehung dieser Besten der Besten auf vier Rädern.

Silberstreif

Niemals zuvor wurden auf den Social-Media-Kanälen so viele Erinnerungen gepostet. Die meisten Veranstaltungen liegen tatsächlich bereits zwei Jahre zurück. Aber über Pfingsten gab es einen Silberstreif in der automobilen Eventlandschaft. Die meisten Lichtblicke waren in der Schweiz auszumachen. Ist das die Trendwende?
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