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Der Volkswagen Transporter T1, korrekte Bezeichnung Typ 2, ist in der Bevölkerung schlichtweg als Bulli bekannt. Er gilt fälschlicherweise als Urvater der Kleintransporter, hatte sich aber trotz seines mangelhaften Transporter-Konzepts gegenüber seinen Konkurrenten durchgesetzt. Es sollte drei Generationen dauern, bis der Heckmotor und –antrieb mit dem Volkswagen T4 nach vorne wanderte. Weshalb das „nachteilige Transporterkonzept“ des Volkswagen dennoch gegenüber seinen innovativeren Konkurrenten durchsetzen konnte, liegt nicht unbedingt an der Marktmacht von Volkswagen, sondern eher an Gewohnheiten. Während die Mitbewerber teils schon wesentlich früher mit Kleintransportern am Markt vertreten waren, hängt dem Bulli immer noch der Ruf an, eine Jahrhundert-Idee gewesen zu sein, die die Konkurrenten nur imitiert hätten. Solcher Volksglaube hängt auch damit zusammen, dass sich heute kaum mehr einer an die Konkurrenz von Goliath, Tempo, DKW und Ford erinnert und schon gar nicht an die eigentlichen Erfinder dieses Konzepts – die Franzosen. Chenard et Walcker stellte bereits in den 1930er Jahren den Kleintransporter T60 vor, dessen Konzept Peugeot 1945 als D3/ D4 weiterentwickelte. Auch Renault und Citroën folgten diesem ursprünglichen Design und brachten noch vor dem Volkswagen T1 den Renault Goélette und den Citroën Typ H heraus. Außer im Saarland hatten die französischen Kleintransporter im Nachkriegsdeutschland aber keine Freunde.

Silberhochzeit

Ist es ein Sakrileg, einen Oldtimer zu elektrifizieren? Die Antwort auf diese Frage muss sich jeder selbst geben. Auf jeden Fall aber gibt es dafür nicht erst Lösungen, seit der Markt mit E-Fahrzeugen boomt und mit staatlicher Unterstützung angeschoben wird. Vielmehr gibt es im kleinen Hilden in Nordrhein-Westfalen ein kleines Unternehmen, welches bereits vor 25 Jahren einem damals bereits 30 Jahre alten Porsche ein neues Leben einhauchte, also den Vierzylinder-Verbrenner durch einen Elektromotor ersetzte. Und weil in der Fachsprache die Verbindung von Karosserie und Motor als Hochzeit bezeichnet wird, feiert die GTÜ-Classic mit diesem Beitrag die erste nachhaltige Silberhochzeit eines nachträglich elektrifizierten Porsche. Für das Shooting auf dem idyllischen Gelände von classic eCars haben wir einen Panamera Hybrid hinzugezogen; um die Dimensionen der neuen E-Mobilitäts-Welt gegenüberzustellen.
Rund 10 Jahre lang erprobte der Australier Edward (Ted) Pritchard seine mit Wasser und Haushaltskerosin angetriebenen Hybrid-Steamcar-Motoren und stellte zwei Prototypen mit diesem Antrieb auf die Straße. Das erste Fahrzeug, ein umgebauter Ford Falcon, wurde vom australischen Royal Auto Club of Victoria einem unabhängigen Test unterzogen. Bereits 1963 fuhr Edward Pritchard mit diesem umgebauten dampfgetriebenen Ford Falcon über Melbournes Straßen und bewies damit, dass er damit ohne Probleme wie ein normaler Ford Falcon flott unterwegs war.

Die Legende lebt

BMW Alpina, BMW 3.0 CSL und BMW Motorsport GmbH. Wie gehört dies Anfang der siebziger Jahre zusammen. Die GTÜ Classic hat gleich zwei Gründe, dieser spannenden Frage nachzugehen. Erstens wurde Jochen Neerpasch, der erste Geschäftsführer der BMW M GmbH am 23. März 2021 stolze 82 Jahre alt und wir konnten bei seinem Gratulationsanruf noch die eine oder andere unklare Frage auflösen; zweitens findet in der Motorworld Region Stuttgart bis zum 6. Juni 2021 die beeindruckende Sonderausstellung „50 Jahre BMW 3.0 CSL“ statt.
Seit 1986 auf der Straße anzutreffen und nahezu unverwüstlich. Audis erste vollverzinkte Karosserie. Der Audi 80 B3 (Typ 89) war ein Meilenstein in der Entwicklung des Automobildesigns und der Aufstieg in die Premium-Klasse mit zahlreichen technischen Innovationen. Der ab 1986 gebaute Audi 80 B3, wurde als viertürige Limousine, zweitüriges Coupe und Cabriolet sowie als sportlicher Allrad-Quattro bis 1991 produziert und zählt zur erfolgreichsten Baureihe der Ingolstädter. Auf identischer Plattform B3 und im Design kaum vom Audi 80 zu unterscheiden, brachte Audi ein Jahr später den heute sehr gesuchten Audi 90 mit einem Fünfzylindermotor und zahlreichen technische Neuerung auf den Markt. Das wegweisende Design war der Vorgeschmack auf den Audi A4. Insbesondere das formschöne Cabriolet konnte sich bis zur Jahrtausendwende am Markt halten und gegen die Mitbewerber durchsetzen.
Der Genfer Automobilsalon in der ersten Märzwoche des Jahres zählte vor Corona stets zu den Highlights der Autowelt. Premium-Hersteller glänzten mit prunkvollen Darstellungen und präsentierten ihre Neuheiten. Am 5. März 2021 vor 30 Jahren präsentierte Rolls-Royce Motor Cars den eleganten Bentley Continental R. Wenige Wochen später wurden die ersten Fahrzeuge ausgeliefert. Wir freuen uns, wenn der erste Besitzer dieser Design-Ikone bei einem unserer GTÜ-Partner zur Oldtimerbegutachtung gemäß § 23 StVZO zur Erlangung einer H-Zulassung vorfährt.
Der Vergaser, von vielen als die Lunge der klassischen Automobile bezeichnet, begleitete die Automobilproduktion von etwa 1910 bis Anfang der 1980er Jahre als integraler Bestandteil der Motorentechnik. Der mit Abstand größte Hersteller und Lieferant in den Anfangsjahren des Automobils war die in Berlin ansässige Firma Pierburg, die 1931 als Deutsche Vergaser-Gesellschaft DVG umfirmiert und nach dem Krieg in Neuss weiterproduziert. 1978 firmierte die DVG erneut als Pierburg und gehört heute zur Rheinmetall Automotive.
Vor genau 8 Jahren erschien die von der Fédération Internationale des Véhicules Anciens (FIVA) verabschiedete „Charta von Turin“, die in 11 Artikeln Vorschläge und Zielsetzungen zur Erhaltung und fachgerechten Restaurierung von historischen Fahrzeugen veröffentlichte. Im Kern fordert die Charta zur Erhaltung der historischen Substanz unter Verwendung zeitgemäßer Materialien und Arbeitsprozesse auf, wenn es um die Erhaltung, Restaurierung oder Reparatur historischer Fahrzeuge geht. Die Diskussion war eröffnet und zeigte, dass der Begriff historische Substanz in der Szene sehr unterschiedlich verstanden wurde.
Sondermodelle sind meistens wertsteigernd. Somit ist die Kenntnis darüber bei der Erstellung eines Wertgutachtens wichtig. Erst vor wenigen Tagen erhielt die GTÜ-Classic wieder eine Anfrage über ein mögliches Porsche-Sondermodell, über das aber auch „im Netz“ nichts zu finden ist. Wir nehmen dies zum Anlass, erklären die grundsätzlichen Unterschiede und nennen einige Beispiele.
Nahezu alle Branchen des globalen Marktes haben das Corona-Jahr 2020 mit deutlichen Blessuren oder zumindest spürbaren Umsatzeinbußen abgeschlossen. Betrachtet man den Markt für Classic Cars und hier vor allem die Auktionen, so ist feststellbar, dass dieser Markt trotz allen Widrigkeiten in 2020 äußerst widerstandsfähig war und trotz Corona für Auktionsrekorde sorgte. Dies ist nicht zuletzt auf das Engagement der Bieter und der nahezu ungebrochenen Begeisterung der Sammler und Enthusiasten zurückzuführen.
Heute gehört es fast schon zum „guten Ton“ einer hochwertigen Oldtimer-Veranstaltung, dass der ein oder andere historische Transporter von Rennfahrzeugen im Fahrerlager zu finden ist – zumal diese historischen Zeitzeugen immer einen Blickfang darstellen. GTÜ Classic hat die Anfänge des Revivals dieser besonderen Fahrzeuggattung recherchiert.
Als der Oldenburger Kaufmann und DSK-Fairnesspreisträger Jörg Hatscher im Januar 2019 die Tourenwagen-Legenden (TWL) - www.tourenwagen-legenden.de - aus der Taufe hob, fußte diese auf dem im Jahr 2009 gegründeten Tourenwagen Revival (TWR), bei dem erstmals die legendären Rennfahrzeuge aus der damaligen DTM und ITC ihre Kräfte auf den Rennstrecken maßen. Die Gleichmäßigkeitsprüfung für Touren- und Sportwagen, das Tourenwagen Revival (TWR), wird nun gemeinsam mit der Rennserie Tourenwagen-Legenden (TWL) von Jörg Hatschers Team organisiert. Das Ziel damals wie heute: fairer Motorsport im familiären Umfeld mit Fahrzeugen der frühen DTM und ITC auf die Rennstrecke zu bringen. Zugelassen bei der TWL sind aber auch die schnellen und technisch anspruchsvollen Fahrzeuge der STW-Zeit (Super-Tourenwagen). Beim Revival können darüber hinaus auch nahezu alle anderen Rennfahrzeuge inkl. Sportwagen wie von Porsche, Ferrari und anderen eingesetzt werden. Der Slogan „Racing with friends“ wird in diesen Rennserien gelebt, die durch schlanke Organisation und professionelle Abwicklung nah am Motorsportler agieren.
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