Zerstörte Träume – Unfallfotos in Chemnitz

[ct-red] Eine Unaufmerksamkeit oder ein technischer Defekt und schon ist es passiert – Es kommt zum Unfall. Mit Glück bleibt es bei onduliertem Blech – und was sonst noch alles passieren kann, zeigt das Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz e.V. noch bis 9. Oktober 2016 in einer Sonderausstellung.

Unfälle sorgen immer für Aufmerksamkeit. Helfer bieten Unterstützung an, die Polizei nimmt die Daten auf, sensationslüsterne Gaffer stehen im Weg. So war es bereits vor Jahrzehnten. Auch zu den Zeiten, wo noch nicht jeder ein Mobiltelefon mit Kamera einstecken hatte, wurden Unfälle häufig fotografiert, sei es zur Analyse des Hergangs, zur Dokumentation der Situation und Schäden oder auch aus Voyeurismus. Letzteren möchte die Fotoausstellung nicht bedienen. Mit den Bildern, die hauptsächlich aus Fotoalben von Abschleppdiensten und Werkstätten stammen, wird ein selten gezeigter Aspekt des damaligen Verkehrsgeschehens ausgestellt. Dem heutigen Oldtimerfreund mag das Herz bluten beim Anblick verbogener Wagen, die heute rare Klassiker wären. Es bieten sich aber so auch ungewöhliche Perspektiven, zum Beispiel von der Unterseite des Autos, die auf sonstigen Alltagsaufnahmen oder Werksbildern nie zu sehen sind. Deutlich demonstrieren die Fotos jedoch den Fortschritt bei passiver wie aktiver Sicherheit des Fahrzeugbaus und Straßenverkehrs. Sie sollen gleichzeitg der Notwendigkeit der gegenseitigen Rücksichtnahme im nicht ungefährlichen alltäglichen Verkehrsgetümmel gemahnen. Das Museum ist täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Erwachsene zahlen 4,90 Euro, Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Die Adresse: Museum für sächsische Fahrzeuge e.V., Zwickauer Straße 77, 09112 Chemnitz.

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