Was Rally-Neulinge beachten sollten!

[GTÜ] Die Oldtimer-Saison 2015 hat begonnen und gleich im Frühjahr stehen bereits Dutzende Oldtimer-Veranstaltungen zur Auswahl, deren Teilnehmer meist erfahrene Rallye-Teilnehmer sind die seit Jahren ihren Klassiker steuern. Teilnehmen werden aber auch Neulinge, die folgendes beachten sollten.

Eine echte und qualifizierte Oldtimer-Veranstaltung ist eine „sportliche“ Veranstaltung, die sehr viel Spaß macht und vor allem eines fordert – Gelassenheit und Rücksichtnahme. Ambitionierte Oldtimer-Rallyes haben alle unterschiedliche Anforderungen. Einige legen Wert auf landschaftlich schöne Strecken, wieder andere lieben geschwungene Straßenführungen bis zum Abwicken und einige sind wirklich auf Strecke und Zeiten bedacht. Gemeinsam ist allen das sogenannte Roadbook, die Begleitbücher mit Karten und Prüfungsaufgaben. Letzteres ein untrügliches Zeichen, dass es hier um Wertungen geht. Das können Fragen sein, gut getarnte Aufgaben oder aber Zwischenstopps mit kniffligen Fahrprüfungen. Bei der Auswahl der richtigen Veranstaltung sollte man also zum einen Klarheit darüber haben, was Spaß machen könnte und vor allem die Teilnahmebedingungen gut recherchieren. Wer darf teilnehmen und mit was? Das wäre die allererste Frage: „Darf ich und mein Auto eigentlich teilnehmen?“ Die Antwort: „Das läßt sich leicht aus den Teilnahmebedingungen herauslesen“. Oft erkennt man das aber schon am Namen. Vintage steht für Vorkriegsfahrzeuge vor 1945, Youngtimer sind meist zwischen 1975 und 1995 angesiedelt und Oldtimer-Rallyes bewegen sich im Spektrum Vorkriegsfahrzeug bis hin zum 30 Jahre alten Fahrzeug, der sogenannten historischen Zulassung. 2015 wäre das das Baujahr 1985. Oft ist auch die Teilnehmerzahl begrenzt. Wer mitfahren darf entscheidet der Veranstalter. Die Regeln reichen von „wer zuerst meldet…“ bis hin zur Auswahl oder Ablehnung bestimmter Fahrzeuge, um das Teilnehmerfeld interessant zu halten und nicht mit einer „Werks-oder Markenausfahrt“ verwechselt zu werden. In der Regel hat man mit einem seltenen Auto bei rechtzeitiger oder früher Anmeldung die besten Chancen. Es gibt aber auch ganz spezielle Voraussetzungen. Hier kann nur mitfahren wer eine Lizenz zum Fahren besitzt und dessen Auto gemäß den Motorsportverbänden einen Fahrzeugpaß besitzt. Das Regelwerk beherrschen Aber keine Panik vor Oldtimer-Rallyes, denn Veranstaltungen, die auf öffentlichen Straßen ausgetragen werden, sind in der Regel Gleichmäßigkeitsrennen. Hier gewinnt nicht der Schnellste, sondern der Umsichtigste und das ist in der Regel der mit den wenigsten Strafpunkten. Faustregeln des Erfolgs: Prüfungen nicht versemmeln, sich an die vorgegebenen Zeiten halten und wenn es geht nicht so oft verfahren. Die Vorgaben finden sich im Roadbook. Und für den Erfolg braucht man beide Köpfe, den Fahrer und Beifahrer. Letzterer sollte rechnen und saubere Anweisungen geben können. Beispielsweise in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Strecke zurücklegen bedeutet, der Beifahrer muss die notwendige Durchschnittsgeschwindigkeit errechnen können. Ein anderes Mal muss er rechtzeitig das „Chinesenzeichen“ richtig deuten oder die Kontrollstellen sauber ansagen, bei der die Bordkarte abgestempelt werden. Vieles wird zwar im Roadbook erklärt, aber gerne auch mal nicht. Aber Sie sollten nicht alles bitter ernst nehmen und sich langsam an die Materie gewöhnen, bis Sie das Regelwerk beherrschen. Eine gute Gelegenheit zum Üben und trotzdem Spaß haben sind die Classic Cruise Ausfahrten der GTÜ im Mai. Bleibt noch die Kostenfrage: Wer günstig in dieses Vergnügen einsteigen will, der sollte zunächst bei Tagesveranstaltungen von regionalen Clubs teilnehmen, die meist inklusive Verpflegung und Abschlussparty unter der 100 Euro-Marke bleiben. Mehrtagesausfahrten mit Hotel und Transferkosten liegen dann schon gerne mal im Bereich über 1.000 Euro. Dazwischen gibt es dann je nach Anlaß jede Preisklasse. Nenngeld wird es fast überall genannt und die Konditionen sind recht unterschiedlich. Auch hier heißt es: Lesen Sie die Teilnahmebedingungen und vor allem checken Sie Ihr Fahrzeug vor der Veranstaltung auf Herz und Nieren durch und nicht erst bei der technischen Abnahme des Veranstalters. Und trotzdem kann es passieren, das ein Oldie liegenbleibt. Meist haben große Veranstaltungen aber eine Servicecrew bereit und lassen niemanden am Straßenrand zurück. Generell gilt: Auto, Fahrer und Beifahrer sollten sich vorbereiten. Am besten erfolgt dies in Clubs und Vereinigungen. Hier werden Kurzschulungen oder Einstellfahrten organisiert, den den Start in die Saison bestens unterstützen. Weitere Ratgeber rund um das Kraftfahrzeug finden Sie hier.

weitere Informationen