Von der Laufmaschine bis zum Klapprad

[ct-red] 2Räder – 200 Jahre: Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrades im Technoseum – Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim. Gezeigt werden über 100 Exponate von der Geburtsstunde der individuellen Mobilität im Jahre 1817 bis zum trendigen Fixie.

Vor 200 Jahren legte Karl Freiherr von Drais die erste Radtour der Welt zurück. Er fuhr am 12. Juni 1817 mit seiner Erfindung, der Laufmaschine, von Mannheim aus in Richtung Schwetzingen und wieder zurück. Dieser Ausflug von etwa 14 Kilometern gilt als die Geburtsstunde der individuellen Mobilität. Selbst irgendwo hinzufahren war ohne Reit- oder Zugtiere für die Menschen zuvor unmöglich. Die Ausstellung im Technoseum Mannheim zeichnet die technische Entwicklungsgeschichte dieses Gefährts nach, widmet sich aber auch dem Sport und den sozialen Auswirkungen, die das Fahrrad beispielsweise auf die Arbeiter- und die Frauenbewegung hatte. Nachkriegszeit: Das Fahrrad in der Krise. Die Erfindung des Motors und die Konstruktion des Automobils gingen am Fahrrad nicht spurlos vorbei: Der Drahtesel bekam Konkurrenz. Anfang der fünfziger Jahre ging es los mit einem regelrechten Motorrad- und Auto-Boom, der das Fahrrad auf die hinteren Plätze verwies. Nur wer sich kein motorisiertes Fahrzeug leisten konnte oder noch keinen Führerschein besaß, fuhr Rad: Das waren Hausfrauen, Kinder und Jugendliche. Das Fahrrad erlebte einen regelrechten Imageverlust, zahlreiche Hersteller verschwanden vom Markt oder konzentrierten sich auf Kinder- und Jugendfahrräder. Die Besucher der Ausstellung dürfen sich auch selbst in den Sattel schwingen und auf einem Hochrad probesitzen oder mit dem Nachbau einer Drais’schen Laufmaschine eine Runde drehen. Zu den Glanzpunkten der Ausstellung zählt der inszenierte Fahrradladen aus der Nachkriegszeit. Ort: Technoseum, Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim Museumsstr. 1, 68165 Mannheim, Öffnungszeiten täglich von 9 bis 17 Uhr. Ausstellung noch bis 25.06.2017.

weitere Informationen