Umgeparkt: Autos aus dem Depot jetzt entdecken

[ct-red] Wegen Umbauarbeiten in den Depots der Stiftung Deutsches Technik Museum in Berlin, werden rund 30 Fahrzeuge des 200 Fahrzeuge umfassenden Bestandes in einer Sonderausstellung den Liebhabern historischer Autos bis Ende Juli 2018 gezeigt. Der Zugang zur Ausstellung erfolgt über die Ladestraße in der Möckernstraße 26.

Eine einmalige Gelegenheit nicht nur für Liebhaber historischer Autos, weitere Meilensteine der Automobilgeschichte im Deutschen Technik Museum Berlin zu entdecken, ist seit 06.Dezember 2017 möglich. Wegen Umbauarbeiten in den Depots werden ausgewählte Fahrzeuge in das Museum "umgeparkt". Die Bandbreite der Fahrzeuge reicht vom Brennabor Typ S 6 von 1923, einem der ersten in Deutschland am Fließband produzierten Wagen, über die experimentelle Elektroauto-Studie Ford Berliner aus dem Jahr 1968 bis hin zu einem japanischen Alltagsauto wie einem Toyota Crown-Taxi von 1987. Unser Bild zeigt die 1950er Jahre hübsch aufgereiht: Der Dreiradtransporter Tempo Hanseat (Bj. 1953), der BMW-Zwilling aus Eisenach EMW 340 (Bj. 1952), ein Opel Olympia (Bj. 1953) aus Rüsselsheim und ein rotes AWZ P70 Coupé (Bj. 1955) aus dem VEB Automobilwerk Zwickau. Wichtige weitere Objekte sind ein 1928 in Berlin produzierter Chrysler Typ 52, ein stromlinienförmiger Adler Autobahn von 1939 und ein Tempo-Dreirad aus der Wirtschaftswunder-Zeit. Die ausgewählten Automobile stehen nicht nur für technische Meilensteine. Manche geben auch sozialgeschichtliche Einblicke, wie beispielsweise drei DKW-Autos aus den 1930er Jahren: Mit einer kunstlederüberzogenen Sperrholzkarosserie und angetrieben von einem Zweitaktmotor mit nur 20 PS zeigen sie die damals einfachste Form der Automobilität. Mit dem Citroen DS hingegen ist ein Auto zu sehen, dessen skulpturale Linien 1955 von dem Bildhauer und Designer Flaminio Bertoni gezeichnet wurden. Der DS sorgte seinerzeit als elegantes Kult-Auto vor allem bei Intellektuellen für höchste Begeisterung. Die Weltpolitik spiegelt sich ebenfalls in manchen der gezeigten Fahrzeuge wider, etwa beim EMW 340 – der ostdeutschen Weiterentwicklung eines BMW-Vorkriegswagens. Die Produktionsanlagen von BMW waren 1945 im thüringischen Eisenach verblieben; in der schwierigen Gemengelage des Kalten Krieges war es dem Münchner Unternehmen erst 1952 möglich, seine Urheberrechte durchzusetzen. Mehr zur Aktion „Umgeparkt“ erfahren Sie unter dem weiterführenden Link. Text und Fotos: SDTB.

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