Technische Vielfalt und spannendes Thema

[ct-red] Neu erschienen zur Buchmesse 2016 ist das Werk „Strom-Linien-Form, Die Faszination des geringen Widerstands im Verlag Olms Presse. Der Herausgeber Horst-Dieter Görg versammelt in diesem Werk zahlreiche namhafte Autoren, die dieses Thema in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen umfangreich erschlossen haben.

Das Buch wird am 04. November 2016 in Friedrichshafen anläßlich der Ausstellungseröffnung zum gleichen Thema „Stromlinie“ im Zeppelin Museum auch als Ausstellungskatalog fungieren. Mit dabei in der Ausstellung auch der Diesel Rekordwagen von Hanomag aus dem Jahres 1939, dessen Restaurierung auch von der GTÜ als Sponsor tatkräftig unterstützt wurde (siehe Foto nebenstehend). Die Stromlinie stand insbesondere in den 1930er Jahren als Symbol für Schnelligkeit und Modernität. Das Buch zur gleichnamigen Ausstellung im Zeppelin-Museum Friedrichshafen gibt einen Überblick zur technischen Vielfalt dieses spannenden Themas. Dazu gehören erste Windkanäle von Hugo Junkers und Paul Jaray, der Einfluss der Aerodynamik auf Flugzeugkörper, Zeppelinformen und Karosserieentwicklung, aber auch die Geschichte zahlreicher Land- und Luftfahrzeuge, ihrer Konstrukteure und Nutzer. Die Schwerpunkte liegen bei Rennen und Rekorden, aber auch dem Einsatz der Aerodynamik in Serienfahrzeugen. Zahlreiche namhafte Autoren beschreiben in Stromlinie ein interessantes Thema in seinen unterschiedlichsten Anwendungsbereichen auf 240 Seiten, mit mehr als 300 Abbildungen umfangreich illustriert. Die Ausstellung „Strom-Linien-Form“ ist vom 04. November 2016 bis 17. April 2017 im Zeppelin Museum zu sehen. Mit rund 100 Fahrzeugen und Modellen, die Beispiele aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Tschechien und den USA vorstellen, macht das Museum in Friedrichshafen erlebbar, wie ab den 1920er Jahren das Ideal der Stromlinienform nicht nur den Bau von Autos, Lokomotiven und Alltagsgegenständen veränderte, sondern als Symbol für Schnelligkeit und Modernität Menschen wie Machthaber in aller Welt elektrisierte. Die Ausstellung zeigt die technische Vielfalt, sie umreist die kulturelle Dimension, verdeutlicht aber ebenso die historischen Brüche und Kontinuitäten des Zeit-Phänomens wie auch seine gesellschaftliche Bedeutung. Für Besucher beginnt die Zeitreise in den 1920er und 30er Jahren. Erstmals waren stromlinienförmige Flug- und Fahrzeuge in größerem Maß zu sehen: Gigantische Zeppeline, die über den Atlantik flogen, windschnittig verkleidete Autos oder so genannte Schnelltriebwagen, die auf Schienen die damals sensationelle 200 Stundenkilometer-Marke rissen, begeisterten schon bald die Massen. Und das sowohl durch ihre Geschwindigkeit als auch durch ihr glattes und ästhetisch-kühles Äußeres – eine Formensprache wie ein Vorbote einer anderen, vermeintlich fortschrittlicheren Welt, in der die Technik das Glück bringen sollte. Das Buch: Horst-Dieter Görg (Hrsg); Strom-Linien-Form, Die Faszination des geringen Widerstands. Mit Illustrationen von Rony Lutz; 2016; 227 S., mit ca. 360 Abbildungen., Gebunden; Olms Presse, ISBN: 978-3-487-08581-4; 24,95 EUR.

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