Sonderausstellung "Luxus auf 4 Rädern"

[ct-red] Anlässlich des bevorstehenden Jubiläums "150 Jahre Gläser Karosserien“ zeigt das Verkehrsmuseum Dresden noch bis zum 2. März 2014 eine Sonderschau mit 14 ausgesuchten Fahrzeugen aus sechs Jahrzehnten unter dem Titel "Luxus auf 4 Rädern", die alle bei der Dresdner Karosserieschmiede Gläser hergestellt wurden.

Unter den Exponaten ist auch ein Röhr 8 Typ F 2-Fenster-Gläser-Cabriolet von 1933, ein von Paul von Hindenburg in Auftrag gegebener Benz 27/70, aber auch ein Sachsenring P 240 Cabriolet aus dem Jahr 1958. Die Ausstellung präsentiert anschaulich den Werdegang vom Hoflieferanten für Kutschaufbauten über den Nobel-Couturier für exklusive und teure Cabrios bis zur Umwandlung in einen volkseigenen Betrieb zu DDR-Zeiten. Die Blütezeit erlebte die Karosserie Gläser in den 1920er Jahren. Das Unternehmen fertigte damals in erster Linie luxuriöse und kostspielige "Cabriolet-Karossen" als Einzelstücke oder in Kleinserien. Die Weltwirtschaftskrise erfasste auch die Firma Gläser. Nach ihrer Insolvenz erfolgte nach 1932 die Neugründung als "Gläserkarosserie GmbH". Bis Anfang der 1940er Jahre waren es vor allem Automobilhersteller wie Opel, Wanderer, Steyr und Audi, die die oberste Klasse ihrer Fahrzeugtypen, die Sport- und Luxus- Cabriolets, serienmäßig bei Gläser fertigen ließen und dem Unternehmen zu neuer Blüte verhalfen. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bedeutete das Ende des traditionsreichen Gläser-Unternehmens. Der Betrieb in Dresden wurde verstaatlicht. 1949 begann die Wiederaufnahme der serienmäßigen Karosserieproduktion. Als "VEB Karosseriewerke Dresden" (KWD) war das Unternehmen der einzige Produzent in der DDR, der neben Coupé-, Limousinen- und Kombiaufbauten auch Cabriolets fertigte. Weitere Informationen, Öffnungszeiten und Anfahrtsbeschreibung finden sich auf der Homepage des Verkehrsmuseums.

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