Sonderausstellung in Sinsheim: 50 Jahre Amphicar

[ct-red] Eines der bekanntesten zivilen Amphibienautos, der in Deutschland konstruierte und gebaute Amphicar, feiert in diesem Jahr seinen fünfzigsten Geburtstag. Umgeben von einigen weiteren Verwandten aus dem Militärbereic präsentiert sich der Schwimmwagen im Rahmen einer Sonderausstellung bis zum 31. Januar 2012 im Auto & Technik Museum Sinsheim.

Wenn ein Auto auf einem Fluss oder See schwimmt, ist nicht immer das Navi schuld, das dem Fahrer eine nicht vorhandene Brücke vorgegaukelt hat. Es gibt auch Fahrer, die ihr Gefährt mit voller Absicht ins Wasser lenken und sich über die erschrockenen Gesichter von Augenzeugen amüsieren. Wenn sie nicht nach wenigen Minuten untergegangen sind, sitzen sie in einem schwimmfähigen Auto, einem sogenannten Amphibienfahrzeug. Bei denen treibt der Motor nicht nur die Räder an, sondern bei Bedarf auch die am Heck montierte Schiffsschraube. Eines der bekanntesten Modelle ist der Amphicar. Die Vision vom schwimmfähigen Auto ist fast hundert Jahre alt. Als erster in Deutschland hatte sie 1916 der Konstrukteur Ludwig Zeiner verwirklicht. Sein „Hydro-Automobil“ genannter Schwimmwagen war an Land beachtliche 75 km/h schnell, im Wasser immerhin noch 20 km/h. Im Zweiten Weltkrieg wurde erstmals eine größere Anzahl von Amphibienfahrzeugen für das Militär produziert. So entstanden z. B. unter der Regie des Schwimmwagen-Spezialisten Hanns Trippel im Bugatti-Werk in Molsheim zwischen 1940 und 1944 etwa tausend Trippel SG 6 für die deutsche Wehrmacht. Als Antrieb diente der 2,5-Liter-Sechszylinder (40 kW/55 PS) aus dem Opel Kapitän. Die zivile Nachkriegsversion des Amphicar wurde von einem Triumph-Motor angetrieben.

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