Simpel und einfach, aber äußerst effizient

[GTÜ] In Wettbewerbsfahrzeugen seit Jahren vorgeschrieben, um im Notfall das Fahrzeug komplett stromlos zu schalten, gelten Batterieschalter oder Bordnetz-Unterbrecher in Klassikern auch als günstige Alternative um Kriechströme zu verhindern oder als einfache Diebstahlsicherung.

Die als Batterieschalter, Batteriehauptschalter oder auch als Bordnetz-Unterbrecher bezeichneten Schalter hatten ihr ursprüngliches Einsatzfeld überwiegend in Nutzfahrzeugen und dort die Funktion, eine oder mehrere Batterien vom angeschlossenen Bordnetz abzutrennen. Hinzu kamen die Einsatzfelder bei Sportfahrzeugen. Der Einsatz von Batterieschaltern ist in Wettbewerbsfahrzeugen vorgeschrieben, um im Notfall sowohl dem Fahrer als auch dem Rettungspersonal zu ermöglichen, das Fahrzeug komplett stromlos zu schalten. Der Unterschied beider Schalter liegt darin, dass einfache Batterieschalter bei laufendem Motor betätigt keinerlei Reaktion auf den Motor haben, während der Notaus-Schalter bei Wettbewerbsfahrzeugen neben dem Hauptkontakt auch noch zwei Hilfskontakte haben. Während der eine Kontakt bei Betätigung des Schalters über ein Relais die Zündung unterbricht, wird gleichzeitig über den zweiten Kontakt die Benzinzufuhr unterbrochen. Die oft mit einem Druckschalter ausgestatteten Notausschalter können auch eine sogenannte Knochenform haben oder wie in Rennfahrzeugen oft üblich einen Reißleinenschalter besitzen. In den meisten Fällen ist dieser Schalter als abziehbarer Schlüssel ausgelegt – und damit wird diese Technik auch in anderen Bereichen interessant und zu kostengünstigen Alternative zur Trennung des Bordnetzes oder als einfache Diebstahlsicherung bei klassischen Fahrzeugen. In modernen Kraftfahrzeugen ist die elektrische Anlage in der Regel so geschaltet, dass nach Abziehen des Zündschlüsseln die Verbraucher spannungsfrei geschaltet werden. Die Leitungen zum Anlasser oder zum Sicherungskasten stehen dabei aber trotzdem unter Spannung. Wird eine dieser Leitungen beschädigt, kann es unter bestimmten Konstellationen zum Kabelbrand kommen, da Hauptleitungen in der Regel nicht abgesichert werden. Eine besonders häufige Fehlerquelle in Bordnetzen alter Fahrzeuge und Klassiker sind sogenannte Kriechströme, die im Betrieb nicht weiter auffallen oder stören, bei längerer Stilllegung des Fahrzeuges oder Überwinterung eine nicht abgeklemmte Batterie leersaugen. Um dieses Kriechströme, bzw. den Stromverbrauch in längeren Pausen zu verhindern werden Batterien entweder abgeklemmt oder aber ein handbetätigter Batterieschalter eingebaut. Dieser einfache Schalter verhindert sehr effizient das angesprochene Kriechstromproblem und verhindert ganz nebenbei auch das unbefugte Ingangsetzen des Fahrzeuges, da der abgezogene Schalterschlüssel das Bordnetz lahm gelegt hat. Lassen Sie sich als Besitzer eines Klassikers ohne moderne Zünd- und Bordnetze auf jeden Fall unverbindlich über die Vorteile solcher „Trennschalter“ und den Einsatzbereichen beraten. Der Einbau solcher Bordnetzunterbrecher ist auf jeden Fall kostengünstig und bietet eine Menge Vorteile. Weitere Tipps bietet Ihnen unser Werkstattportal und jeder GTÜ Oldtimersachverständige.

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