Schotterspektakel in der Vulkaneifel

[GTÜ] Zum 6. Eifel Rallye Festival in Daun, zwischen Mosel und Nürburgring gelegen, hatten die Veranstalter in diesem Jahr ganz besonders auf die legendäre Gruppe B gesetzt, die vor genau 30 Jahren aus der aktiven Rallye-Szene verbannt worden sind.

Insgesamt 55 dieser ebenso raren wie brachialen Sportgeräte traten auf dem Rundkurs an, unterstützt noch durch einige Fahrzeuge der Gruppe S, die als Nachfolger damals nicht mehr an den Start gehen sollten. Aber nicht nur die Fahrzeuge, teils mit über 500 PS, auch die entsprechenden Fahrer gaben sich gern die Ehre, denn das Festival in Daun hat sich längst als eines der wichtigsten rollenden Museen dieser Art etabliert. Daher geht es auch nicht um Bestzeiten, sondern die Demonstration steht im Vordergrund, was bei einem Schotterstreckenanteil von 80% genau das bietet, was die Fans der Szene auch sehen wollen. Und so pflegen sie das berühmte „quer ist mehr“, Rallye-Legenden wie Walter Röhrl, Miki Biasion, Stig Blomqvist, Yves Loubet, Niki Schelle, Luca Betti, Harald Demuth oder auch Matthias Kahle und Mike Kirkland. Dazu werden die entsprechenden Autos bewegt: Audi Quattro Sport S1, Lancia Delta S4, Lancia Rallye 037 und Stratos, Porsche 911 SC RS und andere Spezialitäten. Fans des historischen Rallye-Sports sollten sich also schon jetzt das Festival in der Eifel für 2017 vormerken: So authentisch bekommt man die wilde Tour der Achtziger sonst nicht zu sehen. Unser Bild zeigt Neil und Gareth Kirkham im Ford Escort TC von 1969 vor einem Citroen SM Proto von 1972 mit Prinz Abdullah Al Thani am Steuer. Text/Fotos: Achim Gandras Oldtimer-App.com

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