Raritäten auf zwei Rädern in Hockenheim

[ct-red] Motorrad Ikonen - Technik und Design aus den Jahren 1902-1939 sind derzeit im Motor-Sport-Museum am Hockenheimring zu bewundern. Bei den raren Ausstellungsstücken handelt es sich um 21 ausgewählte Exponate von insgesamt 50 motorisierten Zweirädern, die im gleichnamigen Bildband des Verlags Delius Klasing vorgestellt werden.

Die für den Bildband mit Licht und Kamera meisterhaft inszenierten Motorräder aus Deutschland, Frankreich, England, Schweden, USA, der Schweiz, den Niederlanden und Österreich wurden zwischen 1902 und 1939 gefertigt. Viele waren schon damals Liebhaberobjekte, ließen sich doch zahlreiche neue Ideen zuerst in kleinen Manufakturen in Handarbeit durch talentierte Techniker verwirklichen, bevor die später übliche industrielle Serienfertigung einsetzte. Der Gestaltungsreichtum spiegelt zeitgenössische Trends in Kunst, Design und Architektur wider. Der Fotografin Brigitta König gelang es, die beeindruckende Handwerkskunst mit oft ungewöhnlichen Blicken auf hoch glänzenden Chrom in Kontrast zu verwitterten Lackierungen einzufangen. Technik und Design einer vergangenen Epoche werden in diesen Bildern lebendig. Die Texte des erfahrenen Motorrad- und Automobiljournalisten Stefan Knittel ergänzen die Fotos. Für den interessierten Betrachter der Ausstellung im Motor-Sport-Museum bietet sich die Möglichkeit, viele Details an den Motorrädern eingehend studieren zu können. Der Bogen spannt sich von der schwedischen Husqvarna aus dem Jahr 1912 mit einem Moto Reve-Motor aus der Schweiz bis zur Indian-Vierzylinder aus den USA von 1938. Aus Deutschland sind die Marken Atlantis, Bayerland, Cockerell, Diamant, DKW, D-Rad, Mabeco und Schüttoff vertreten. Ascot-Pullin, Excelsior, Wooler und Zenith sind seltene englische Fabrikate, aus Frankreich stammen Alcyon, Dollar, Koehler-Escoffier, Magnat-Debon und Majestic, dazu kommen Schmid (Schweiz), Eysink (Niederlande) sowie die erwähnten Husqvarna (Schweden) und Indian (USA).

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