Prinzenparkrennen: Braunschweiger Motorsport

[ct-red] Mit der Ausstellung „Prinzenparkrennen in Braunschweig“ wurde ein fast vergessenes Kapitel deutscher Motorsportgeschichte wiederentdeckt. Damals, am 11. August 1946 startete auf der Autobahn Braunschweig-Ost mit dem „Großen Preis von Braunschweig“ das erste deutsche Motorrad-Rundstreckenrennen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Eine eine wilde Motorsportepoche begann, die sich nicht nur in Braunschweig, das als Motorsport-Hochburg galt, oft genug mitten in den zerstörten Städten abspielte. 1948 erlebte das Braunschweiger Prinzenparkrennen seine Premiere, der Motorsport begeisterte und lockte Zehntausende an die oftmals improvisierten Rennstrecken. Das Städtische Museum Braunschweig zeigt die Geschichte dieses Neubeginns und greift mit der Ausstellung Braunschweiger Prinzenparkrennen die Situation des Motorsports im Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Krieg und im Vorfeld der beginnenden Wirtschaftswunderjahre auf. Mit Motorrädern, Rennwagen, Erinnerungsstücken und persönlichen Einblicken der Zeitzeugen lebt ein Stück Motorsportgeschichte wieder auf. Zu den ausgestellten Exponaten zählt unter anderem der berühmte „Gegenläufer“ des Braunschweiger Rennfahrers Kurt Kuhnke aus dem Bestand von Audi Tradition, die 500er BMW von Schorsch Meier sowie der in der Region entstandene VW-Rennsportwagen von Petermax Müller. Sein erstes Rennen bestritt Müller 1947 mit diesem Eigenbau beim Braunschweiger Stadtparkrennen. 1948 und 1949 gewann er mit dem Fahrzeug die Deutsche Motorsportmeisterschaft. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 8. Januar 2012 im historischen Braunschweiger Altstadtrathaus zu sehen. Alle weiteren Informationen unter dem weiterführenden Link.

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