Opel-Werk Bochum nach 52 Jahren ausgedient

[ct-red] Seit mehr als 52 Jahren liefen in Bochum sämtliche Kadett-Typen, der legendäre GT, kultige Mantas, Asconas und Astras vom Band. Anfang Dezember 2014 ist jetzt endgültig Schluss und die Opel-Produktion wird stillgelegt. Das traurige Aufräumen hat begonnen.

Ab 2015 werden in Bochum keine Autos mehr gebaut werden. Das beschloss der Aufsichtsrat der General-Motors-Tochter auf Vorschlag des Vorstands am 17. April 2013 in Rüsselsheim. Das letzte Fahrzeug, ein Opel Zafira wird am 5. Dezember 2014 vom Band laufen. Erhalten bleibt das Warenverteilzentrum (Werk III) in Langendreer. Von hier aus werden mit wenigen Mitarbeitern rund 3.700 Opel-Händler mit Teilen beliefert. Erster Kadett im Jahr 1962 Am 10. Oktober 1962 liefen pünktlich zum 100-jährigen Opel-Firmen-Jubiläum die ersten Kadett vom Band. Die Baureihe sollte dem VW Käfer am Markt Paroli bieten. Schon 1966 feierte man in Bochum ein Produktionsjubiläum: der einmillionste Kadett verließ die Werkshallen. Mit einem Teile- und Zubehörlager eröffnete 1965 ein drittes Werk in der Ruhrmetropole. Rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigte Opel in Hochzeiten in Bochum. Neben dem Kadett in allen Variationen – also von Limousine bis Caravan – kamen aus Bochum auch der Opel GT, ab 1970 die Manta Coupes und Ascona Limousinen. Mit der 1990er Jahre leiteten die Astra-Modelle die letzte Technik- und Designlinie in Bochum ein, die jetzt mit dem Opel Zafira beendet wird. In den Spitzenzeiten arbeiteten in den Bochumer Werken I, II und III etwa 20.000 Menschen. Im Jahre 2003 hatte sich die Zahl bereits auf etwa 10.800 Menschen halbiert. Ein Grund für den Verlust von Arbeitsplätzen bei zugleich steigender Produktivität ist der zunehmende Automatisierungsgrad in der Automobilindustrie. Durch die Schließung werden weitere 3.500 Stellen entfallen. Das Ausschlachten hat aber bereits begonnen: das kanadische Auktionshaus Maynards, das auf Industrieversteigerungen spezialisiert ist, hat mit dem Ausverkauf begonnen. Ab 17. November 2014 darf geboten werden. Was dort alles unter den Hammer kommt, haben die Kanadier auf ihrer Website veröffentlicht. Siehe nachfolgenden Link.

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