Motorsport hautnah in Presberg im Rheingau

[ct-red] Am kommenden Wochenende wird Presberg im Rheingau wieder zum Schauplatz gelebter Motorsporttradition: Über 150 Old- und Youngtimer werden am 1. und 2. September auf der drei Kilometer langen Strecke der 28. Taunus-Bergprüfung zu bewundern sein.

Bereits seit über 50 Jahren ist die Taunus-Bergprüfung fester Bestandteil des Motorsport-Kalenders - und auch wenn es heute nicht mehr um Höchstgeschwindigkeit und die schnellste gefahrene Zeit geht – der Wettbewerbscharakter der Motorsportveranstaltung ist geblieben: In einer Gleichmäßigkeitsprüfung gilt es, eine am Samstag im Training gefahrene „Soll-Zeit“ in zwei Wertungsläufen am Sonntag möglichst genau wieder zu erreichen. Was so einfach klingt, wird im harten Wettbewerb durch Hundertstel-Sekunden entschieden: Siegward Molitor, der Gewinner des vergangenen Jahres brachte es in seinem Jaguar XK 120C (siehe Bild) aus dem Jahr 1954 auf eine addierte Zeitdifferenz von nur 8 Hundertstel-Sekunden in beiden Läufen. Molitor wird auch in diesem Jahr wieder für die scuderia LUFTHANSA classico am Start sein, einem der ausrichtenden Vereine neben dem HMSC, dem MSC Johannesberg und dem Förderverein Monte Preso. Für die zahlreichen Besucher bedeutet die Taunus-Bergprüfung vor allem eins: Motorsport zum Anfassen! Im Gegensatz zur Formel 1 oder zur DTM ist man in Presberg bei freiem Eintritt entlang der Strecke oder im Fahrerlager auf dem Sportplatz mittendrin statt nur dabei – und: Heute wie damals wird man Menschen in ölverschmierter Kleidung an ihren Autos schrauben sehen und fluchen oder jubeln hören. Samstag und Sonntag zwischen 8 und 20 Uhr wird „Rennradio Presberg“ auf der Frequenz 96,4 MHz alle Besucher, Fahrer und Organisatoren über das Geschehen auf und neben der Strecke informieren. So haben Tausende von Besuchern entlang der Strecke die Möglichkeit, mit ihren mitgebrachten batteriebetriebenen Radiogeräten jeweils auf dem aktuellen Stand der Bergprüfung zu sein und nebenbei noch etwas über die Protagonisten der Veranstaltung zu erfahren – vom Healey Silverstone aus dem Jahr 1949 bis zum Weltmeister-Ascona von Walter Röhrl aus dem Jahr 1982.

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