Mediation jetzt gesetzlich verankert

[GTÜ] Anstatt wegen jeder „Kleinigkeit“ vor Gericht zu ziehen und hohe Verfahrenskosten in Kauf zu nehmen, sollten die jetzt vom Bundestag verabschiedeten gesetzlich verankerten Mediationsverfahren genutzt werden. Rechtsschutzversicherer unterstützen diese Vorgehensweise.

Der Deutsche Bundestag hat im Dezember 2011 in zweiter und dritter Lesung einstimmig das „Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung“ beschlossen. Im Rahmen der Beratungen des Deutschen Bundestages wurde der ursprüngliche Gesetzentwurf weiter verbessert. Die Qualität der Aus- und Fortbildung von Mediatoren wird gesetzlich weiter abgesichert. Die Anforderungen an die Grundkenntnisse und Kernkompetenzen eines „einfachen“ Mediators werden präzisiert. Zusätzlich wird die Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ gesetzlich verankert und das Bundesjustizministerium durch Gesetz ermächtigt, in einer Rechtsverordnung verbindliche Standards für den „zertifizierten Mediator“ festzulegen. Die Mediation ermöglicht den Streitenden in einem strukturierten Verfahren, sich mit Unterstützung eines Mediators zu einigen, anstatt sich gleich vor einem Richter zu treffen. Die gesetzliche Verankerung der Mediation hilft, Streitigkeiten eigenverantwortlich zu lösen. Gerichtsverfahren, die viel Zeit, Geld und Nerven kosten, können vermieden werden. Mediation in der Rechtsschutzversicherung Große Rechtsschutzversicherungen haben bereits weitestgehend Mediation in ihre Produktpalette aufgenommen. Die Finanzierung der Mediation ist für viele Konfliktparteien ein ganz wesentlicher Aspekt, sich für dieses Verfahren oder – manchmal notgedrungen – für eine andere Form der Auseinandersetzung zu entscheiden. Es sollte daher bei der Klärung der Verfahrenskosten nicht übersehen werden, dass es mittlerweile eine ganze Reihe von Rechtsschutzversicherungen gibt, die sich für Mediation stark machen. Allgemein sieht die Branche, allen voran die Mediatorenverbände und die Rechtsschutzversicherer in der Mediation die sozialpolitischen Aufgabe, streitschlichtend zu wirken und in diesem Sinne auch über den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft Mediation zu unterstützen und zu fördern. Daneben entwickelt sich immer mehr die Zielrichtung weg vom Kostenerstatter und hin zum Rechtsdienstleister mit dem Angebot einer Palette unterschiedlicher Konfliktlösungsverfahren. Unverbindliche und kostenlose Informationen erhalten Sie bei allen großen Mediationsverbänden, von denen hier stellvertretend folgende genannt werden: Bundesverband Mediation (BMEV), Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA), Deutsche Gesellschaft für Mediation (DGM) und die Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation. Der weiterführenden Link verbindet Sie mit dem Bundesverband Mediation (BMEV).

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