Letzter Westdeutscher Zweitakter wird 50 Jahre

[ct-red] Kommendes Jahr jährt sich die Vorstellung des letzten neuentwickelten Zweitakters in Westdeutschland zum 50. Male. Die Rede ist vom letzten DKW F102 der Auto Union, der 1963 auf dem deutschen Markt erschien und wie Blei in den Autohäusern rumstand. Erst sein Nachfolger F103 schaffte den Durchbruch.

Der DKW F102 war zunächst als zweitürige, ab Januar 1965 auch als viertürige Limousine erhältlich. Während die Konstruktion seines Vorgängers im Wesentlichen auf Vorkriegstechnik basierte, war der F102 ein neu konstruiertes Fahrzeug mit selbsttragender Karosserie, großen Glasflächen und wenig Chrom. Wie seine Vorgänger - der Auto Union 100 - war der F 102 mit einem Dreizylinder-Zweitakt-Reihenmotor ausgestattet. Das Zweitaktgemisch wurde von einer gemeinsam mit Bosch entwickelten neuen Frischölautomatik erzeugt, die dem Benzin automatisch aus einem separaten Tank das Öl beimischt. Trotz all der Neuerungen wurde der Zweitaktmotor in den 1960er-Jahren von den meisten Kunden als nicht mehr zeitgemäß angesehen und die erhofften Absatzzahlen sanken in den Keller. Die Folge waren wirtschaftliche Probleme bei der Auto Union, belastete Bilanzen und schwindendes Kundenvertrauen. Bis 1966 wurde rund 52.000 Fahrzeuge hergestellt, knapp 25.000 Exemplare wurden verkauft. Der F102 wurde deshalb unter der Auto Union Regio von Daimler-Benz mit einem Reihen-Vierzylinder-Viertaktmotor ausgestattet und erhielt ein leichtes Facelifting. Das Ergebnis war der Audi F103. Der Name DKW und die Zweitaktmotoren waren alsbald Geschichte und der Audi F 103 wurde doch noch ein brauchbares, gut verkauftes Modell.

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