Lamborghinis Grand Tour - Parade der Extraklasse

[ct-red] Die Geschichte der Marke Lamborghini, die 2013 ihr 50. Jubiläum feiert, ist eine Geschichte voller Herausforderungen und Spitzenleistungen, möglich gemacht durch den ambitionierten Firmengründer Ferruccio Lamborghini, der 1963 beschloss schöne und leistungsstarke Supersportwagen zu bauen.

Als Basis für sein neues Unternehmen wählte der Landmaschinen- und Traktorenhersteller Lamborghini die Gemeinde Sant'Agata Bolognese in der italienischen Region Emilia-Romagna. Eine Region die in Italien als das goldene Dreieck für geniale Ideen bezeichnet wird, die Poebene zwischen Modena, Maranello und Sant'Agata Bolognese scheint den Bau von Sportwagen zu beflügeln. Das Lamborghini Jubiläum wird das gesamte Jahr 2013 über in Italien, dem Rest Europas und der ganzen Welt gefeiert. Das große Highlight stellt dabei die "Grand Tour" dar – eine vom 7. bis 11. Mai stattfindende Parade der Extraklasse: Mehr als 1.200 km von Italiens Straßen werden dann von hunderten klassischen und modernen Lamborghinis aus allen Ecken der Welt bevölkert, die auf ihrem Weg auch einige der schönsten Städte des Landes besuchen. Mit seinen aggressiven Vollgas-Stieren verfolgte Lamborghini von Beginn an vor allem ein Ziel: Die sieggewohnten Zwölfzylinder mit dem Logo des Cavallino Rampante, des aufsteigenden Pferdes, zu deklassieren. Damals hatte Ferruccios Unzufriedenheit mit seinem privaten Ferrari dazu geführt, den absoluten Superlativ unter den schnellsten Autos zu entwickeln. Hinzu kam, dass der Landmaschinenbauer 1962 feststellte, dass sich mit manchen Bauteilen für kostspielige Autos offenbar ein geradezu luxuriöser Gewinn erzielen ließ. Jetzt ging alles ganz schnell. Lamborghini gab die Errichtung des damals modernsten Automobilwerks Europas in Auftrag. Außerdem engagierte er im Herbst 1962 ein Entwicklungsteam ehemaliger Ferrari-Konstrukteure, darunter den Motoren-Guru Giotto Bizzarini (Ferrari 250 GTO). Hinzu kam Stardesigner Franco Scaglione. Ein Jahr später schaffte es der Lamborghini 350 GT in die Serienfertigung. Nun folgten Gran Turismo der wildesten Sorte. Miura, Espada und Countach waren Sportwagen wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Während sich der Lamborghini Espada 1968 bemühte, als schnellster Viersitzer den europäischen Supersportlern davon zu fahren, schien der keilförmige Countach schon als Concept 1971 die Schallmauer durchbrechen zu wollen. So überstand die Marke die Ölkrise von 1973/74, den Konkurs von 1978, die Neugründung als Nuova Automobili Lamborghini (1981), die Übernahme des gebeutelten Unternehmens durch Chrysler (1987), den Weiterverkauf an asiatische Investoren (1994), die sich von der Sportwagenpretiose aus finanziellen Gründen 1998 wieder trennen mussten. Audi wurde Eigentümer und zumindest die monetären Sorgen waren Vergangenheit. Wirklich gute Jahre kamen aber erst mit den Modellen Murciélago (2001) und Gallardo (2003), denen Audi auf scharfe Hufe half.

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