Lagonda: Die Rückkehr der Luxusmarke ist geplant

[ct-red] Nach Informationen der Financial Times Deutschland nennt Aston-Martin-Chef Ulrich Bez die Rückkehr der Luxusmarke Lagonda für eine sportliche Herausforderung. Die im Jahre 2007 von zwei Investmentgesellschaften aus Kuwait von Ford übernommene Marke Aston-Martin will bis Jahresende bei Lagonda ein Finanzierungspaket für den Neustart bereitstellen.

Anders als in anderen Branchen ist diese Vorgehensweise in der Automobilindustrie unüblich. Große Hersteller stemmen ihre Investitionen in der Regel durch Kapitalerhöhungen oder Schuldverschreibungen. Die Finanzbranche hingegen findet den Schritt gut. Es sei zwar schwierig gewesen, Partner zu finden, mit denen sich seine Revival-Vorstellungen realisieren ließen, räumte Ulrich Bez im Gespräch mit der FTD ein, aber im Moment stehen die Chancen gut, die einstige Nobelmarke des Aston-Martin Konzerns wieder am Markt zu positionieren. 2009 hatte Aston Martin erstmals einen geländegängigen Wagen unter dem historischen Namen präsentiert. Seitdem ist es um Lagonda still geworden. Der Markenname ist seit mehr als einem halben Jahrhundert im Besitz von Aston Martin. Noch in den 60er-Jahren wurden einzelne Autos gebaut; Lagonda gehört zu Englands vergessenen Legenden. Die Autos vereinte den Komfort eines Rolls-Royce mit der Beschleunigung eines Sportwagens. Seitdem Ford sich im Jahr 2007 von Aston Martin getrennt hat, besitzen die Briten wieder ein finanzielles Polster. Aston gehört heute einem Konsortium, das von zwei Investmentgesellschaften aus Kuwait geführt wird und einen aktuellen Jahresumsatz von über 500 Mio. Euro und einen Ertrag von 95 Mio. Pfund erwirtschaftete. Der Neustart Lagondas lässt sich aber nicht über diesen Cashflow finanzieren – neue Investoren sollen das jetzt richten. Der Bedarf an langstreckentrauglichen Luxuslimousinen sei vorhanden. Das Foto zeigt eine Aston-Martin-Lagonda Vignale Luxuslimousine aus dem Jahre 1993.

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