Kultobjekte treffen sich an den Trinkhallen

[ct-red] Eine Oldtimer-Sternfahrt ganz anderer Art planen die Macher des 1.Kiosk Club 06 in Dortmund. Anläßlich zum „Jahr der Trinkhalle“. 250 Oldtimer und max. 100 Mopeds werden im Ruhrgebiet zu Ehren der „Trinkhallen“ eine Sternfahrt durchführen. Dem Gewinner winkt als Preis ein Oldtimer.

Rund 15.000 Trinkhallen soll es im Revier noch geben. Eine Veranstaltungsserie würdigt im Sommer die Trinkhalle, um sie „aus scheinbarer Beiläufigkeit hervorzukehren“. Das Bier muss von hier. Fiege Helles glänzt im gläsernen Kühlschrank, Stauder Ruhrtyp, Bergmann-Bier, Borbecker Dampfbier, Vormann-Doppelbock ... Auf der Theke haben glückliche Sol-Eier ihren eingelegten Platz, und verständnisvolle „Blockphilosophen“ stehen hinter der Theke. Kein schlechter Ort also, so die Macher des 1. Kiosk Clubs in Dortmund, um gemeinsam mit der Ruhr-Tourismus GmbH das „Jahr der Trinkhalle“ auszurufen. Das „Jahr der Trinkhalle“ wird am 20. August 2016 begangen. Dann werden 50 Kioske mit Kulturprogrammen bespielt, mit Musik, Lesungen, Kabarett ... Es sollen die 50 originellsten im ganzen Ruhrgebiet sein, nach Kriterien wie Geschichte, Architektur oder Persönlichkeit des Betreibers. Um die Teilnahme bewerben können sich von März an alle Kioske des Reviers. Dazu gibt es in zehn Stadtteilen im Ruhrgebiet geführte Touren zu Trinkhallen. Vom 23. bis 25. September führt eine Oldtimer-Sternfahrt rund um die 50 Buden. Erwartet werden maximal 250 Oldtimer und 100 Mopeds. Basislager ist das Phoenix- West-Gelände in Dortmund, wo die Veranstalter auch ein Kulturprogramm auf die Beine stellen. Wer die meisten Buden angefahren hat und entsprechende Stempel als Beweis mitbringt, kann einen Oldtimer gewinnen. Der Bochumer Schauspieler Giampiero Piria bietet „Kiosk-Wallfahrten“ an und vom 6. Mai bis 26. März 2017 zeigt das Hattinger Industriemuseum Henrichshütte die Ausstellung „Zum Wohl. Getränke zwischen Kultur und Konsum.“ Und das Bochumer Industriemuseum Zeche Hannover zeigt die Ausstellung „Die Trinkhalle in Geschichte und Gegenwart.“ Weitere Informationen hat der Informationsdienst Ruhr auf seiner Homepage. Folgen Sie dem weiterführenden Link.

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