Kultautos im Haus der Geschichte Bonn

[ct-red] Nichts bewegt die Deutschen mehr als das Auto. Geliebt. Gebraucht. Gehasst: die Deutschen und ihre Autos – so titelt eine Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn, die vom 10.03.2017 bis 21.01.2018 dort zu sehen sein wird. Die Kult-Autos: VW Käfer, Trabant und Opel Manta spielen auch mit.

Das Kraftfahrzeug ist das wichtigste Verkehrsmittel in Deutschland. Gleichzeitig berührt es die Gefühle der Menschen. Es steht für Freiheit und Dynamik, für Status, Lebensstil und Macht. Die Kult-Autos VW Käfer, Opel Manta und Trabant sind „motorisierte“ Erinnerungsorte deutscher Geschichte. Mit der Wahl von Automarke, Modell und Ausstattung drücken Käufer ihre Persönlichkeit, Sehnsüchte, Lebensumstände und häufig auch den Umfang ihres Geldbeutels aus. Und das nicht nur mit Porsche Modellen. Werbe- und Marketingstrategen investieren Millionen, um ihr Produkt emotional aufzuladen. Nicht jeder möchte seinem Auto so viel Bedeutung beimessen, doch selbst dafür gibt es schon den passenden Werbespruch. Der „Deutschen liebstes Kind“ bleibt auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Hunderttausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der Autoindustrie ab. Gleichzeitig schmälern Umweltbelastung, verstopfte Autobahnen und Innenstädte zunehmend die „Freude am Fahren“. Car-Sharing, autonomes Fahren und Elektromotoren weisen auf drastische Veränderungen der Autowelt hin: Ist das Ende der Autolust absehbar? Die Ausstellung im Haus der Geschichte macht mit ausgewählten Fahrzeugen, Medien, Plakaten, Fotos und Dokumenten die Faszination des Autos deutlich. Sie zeigt die soziale und kulturelle Bedeutung des Autos in Deutschland vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen. Ein Tipp zu guter Letzt: Laden Sie sich das Ausstellungsheft im Format PDF von der Ausstellungshomepage herunter. Es ist voll mit tollen Geschichten über die Deutschen und ihre Autos.

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