Klassische Fahrzeuge: Ein Milliardenmarkt

[ct-red] Wie bedeutend ist der Markt für sogenannte "Klassische Fahrzeuge" in Deutschland - und welches Potenzial hat er? Dieser Frage gingen VDA, VDIK, dZDK und die Beratungsgesellschaft BBE Automotive in einer gemeinsamen Studie nach, die auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Frankfurt a.M. gestern vorgestellt wurde.

Die Studie, die den Bestand an "klassischen Fahrzeugen" anhand der Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) aufbereitet hat, basiert des weiteren auf einer bundesweit angelegten Befragung von mehr als 1.700 Young- und Oldtimerfahrern und hat das über 13.000 Fahrzeuge umfassende Oldtimerangebot der Fahrzeugbörsen analysiert. Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), betonte: “Die Studie zeigt, dass es drei Gruppen im Markt für klassische Automobile gibt: die "echten Oldtimer" mit einem Alter von 30 Jahren und älter; die Youngtimer, die als Freizeit-Fahrzeuge genutzt werden, und schließlich die über 15 Jahre alten Pkw, die trotz fortgeschrittenen Alters noch im täglichen Gebrauch sind.” Das Ergebnis: Die Geschäfte rund um Autos, die älter als 15 Jahre alt sind, sind ein Milliarden-Markt. Youngtimer (zwischen 15 und 29 Jahren) und Oldtimer (älter als 30 Jahre) stehen für ein jährliches Umsatzvolumen von 14,1 Milliarden Euro. Der Kaufpreis oder Wert der Fahrzeuge ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt, sondern lediglich Wartungs-, Reparatur- und Restaurationskosten sowie Ausgaben für Kfz-Versicherungen, Reifen, Felgen und angrenzende Produktbereiche wie etwa Kleidung, Zubehör und Beiwerk wie Spielzeugautos oder die monatlichen Unterstellkosten und Ausgaben im touristischen Bereich. Der Bestand von Young- und Oldtimern ist in den vergangenen fünf Jahren laut der Studie kontinuierlich gestiegen: durchschnittlich um 8 Prozent. Derzeit sind auf Deutschlands Straßen gut 6,5 Millionen "Classic Cars" auf der Straße. Sie machen damit 14 Prozent des gesamten Fahrzeug-Bestands aus. In den kommenden Jahren ist mit weiterem Wachstum zu rechnen. Inzwischen haben der Studie zufolge viele Autohäuser und Werkstätten erkannt, dass die klassischen Fahrzeuge ein Geschäftsfeld mit Zukunft sind. Bundesweit gebe es über 1.500 Betriebe, die sich darum kümmern. Alle Details zur Studie und die kompletten Präsentationsfolien auf der Website des Kraftfahrzeug-Gewerbes (ZDK) und dem weiterführenden Link.

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