Keine Oldies mehr in die Seine-Metropole

[GTÜ] Das Geschrei in den Medien war erst mal groß und der Untergang des Abendlandes stand kurz bevor. Keine Oldtimer mehr unter dem Eifelturm und andere Überschriften, für einen ganz normalen Vorgang: Paris führt eine Umweltzone ein.

Ab 1. Juli 2016 keine Autos mehr mit Erstzulassung vor 1997 und Motorräder mit Zulassung vor 2000. Im Kampf gegen eine zu hohe Luftverschmutzung verschärft Paris zum 1. Juli 2016 die bestehenden Fahrverbote weiter. Künftig dürfen auch historische Kraftfahrzeuge an Werktagen nicht mehr in die Seine-Metropole einfahren. Die neuen Fahrverbote sehen vor, dass Fahrzeuge mit einer Erstzulassung vor 1997, Motorräder ab 2000, nicht mehr in die Stadt einfahren dürfen. Alles was innerhalb des Stadtautobahnringes liegt fällt unter die Regelung – und das gilt auch für Ausländer. Ausnahmen wird es keine geben und ab September 2016 wird dann kontrolliert. Das Einfahrverbot, durch die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo verfügt, gilt an Werktagen von 8 Uhr bis 20 Uhr. Von der Neuregelung sollen rund 10 % der in Paris registrierten Fahrzeuge betroffen sein. Die Maßnahme ist Teil der neuen in Frankreich geplanten Umweltplaketten, die aber erst 2017 fertig werden. Die jetzt verfügte Maßnahme ist Teil der neuen Fahrverbote, die im Pariser Stadtgebiet für Busse und Lkw mit einer Erstzulassung vor dem 1. Oktober 2001 bereits in Kraft sind. Das neue Umweltplakettensystem wird in Abhängigkeit zu den Emissionen der Fahrzeuge in sechs Klassen eingeteilt. Dabei ist die Klasse 1 für elektrisch angetriebene Modell reserviert. Mehr zu den Fahrverboten in Paris hat der ADAC für Frankreichreisende zusammengestellt.

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