Keine Ausnahmen bei Diesel-Fahrverboten

[DEUVET] Drohende Dieselfahrverbote irritieren auch die Besitzer von historischen Fahrzeugen mit Selbstzünder. Der DEUVET (Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.) hat dazu jetzt eine Stellungnahme herausgegeben.

Bereits vor einem Jahr hat der DEUVET den Bestand der Oldtimer mit Diesel-Motor ermittelt und mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Sinne der seltenen Nutzung bei Oldtimern bewertet. Der Anteil der Selbstzünder bei historischen Fahrzeugen älter als 30 Jahre ist derart gering, dass von Seiten des seinerzeit verantwortlichen Staatssekretärs Norbert Barthle entschieden wurde, dass man bei generellen Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge die bestehenden Ausnahmen für Oldtimer mit H-Kennzeichen im Sinne der Freigabe von Umweltzonen nicht ändern würde. DEUVET-Präsident Peter Schneider gibt jedoch zu bedenken, dass im Zuge einer neuen Bundesregierung diese Regelung auch neu interpretiert werden könnte. Unmittelbar nach der Konstituierung einer neuen Bundesregierung wird der DEUVET Kontakt zu den Entscheidungsträgern im BMVI aufnehmen und die entsprechenden, gesammelten Fakten zu Dieselfahrzeugen mit H-Kennzeichen vortragen. Allerdings weist Peter Schneider darauf hin, dass bei temporären Fahrverboten zur unmittelbaren Senkung der Schadstoffanteile in der Luft der DEUVET nicht auf einer Sonderregelung bestehen wird. "Aus moralischen Gründen werden wir keine Ausnahmen fordern, um das sympathische Image der Oldtimer-Fahrzeuge in der Gesellschaft nicht zu beschädigen,“ so Peter Schneider in der DEUVET Stellungnahme. Mehr zum DEUVET unter dem weiterführenden Link.

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