Jubiläum für die "Knutschkugel"

[ct-red] 60 Jahre BMW Isetta – das Jubiläum für die Knutschkugel, jährt sich im März 2015. Vor genau 60 Jahren, im März 1955, lieferte BMW die Isetta – im Volksmund Knutschkugel genannt – zum ersten Mal aus. Drei Räder, zwei Sitze und eine sich nach vorne öffnende Tür.

Das mit der Vordertür nehmen manche Spötter zum Anlaß auf die Gene eines Kühlschrankherstellers zu verweisen, denn die Isetta wurde bereits zwei Jahre zuvor vom Mailänder Hersteller ISO gebaut, der bislang als Hersteller von Kühlschränken und Gefriertruhen in Italien residierte. Doch die „Knutschkugel“ hat mehr Freunde als Spötter und als die BMW Verantwortlichen das Fahrzeug auf dem Turiner Automobilsalon entdeckten, wurde sofort mit den Lizenzverhandlungen begonnen. Die Entscheidung sollte nicht bereut werden, denn während der Produktionszeit bei BMW, von 1955 bis 1962, wurden rund 161.728 Exemplare verkauft. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die in Deutschland geltende Regelung, dass Isetta mit dem alten Führerschein der Klasse IV gefahren werden durfte und das machte die Isetta vor allem bei Moped- und Motorradfahrern sofort zum Erfolg. Diese gesetzliche Regelung war wohl auch der Grund weshalb insbesondere in Deutschland die Klein- und Dreiradfahrzeuge in den 50er Jahren so erfolgreich waren. Auch Fuldamobil, Messerschmitt und Goggomobil gehörten zu dieser Klasse. Während die Menschen immer stärker vom Motorrad auf diesen neuen „hauptsache Dach überm Kopf-Trend“ wechselten, brach für die Motorrad-Industrie die Krise an von der sich viele nicht erholten. Doch Mitte der 60er Jahre kam die nächste Periode bei den Deutschen. Jetzt waren richtige Automobile mit vier Rädern und mehr Platz angesagt. Isetta und Co. hatten ausgedient. Mehr zum Jubiläum der Isetta erfahren Sie unter dem weiterführenden Link bei den Isetta-Freunden im Internet.

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