Jahreswechsel: Neuzugänge im Oldtimerhimmel

[ct-red] Das neue Jahr hat gerade begonnen, da sind auch schon die Fahrzeuge des Jahrgangs 1983 auf den Sammellisten der Oldtimerfreunde. Jahr für Jahr nimmt die Zahl der Fahrzeuge zu, die es in den Oldtimerhimmel geschafft haben. 30 Jahre alt und "historisch" - doch längst nicht alle 83er sind Klassiker.

Da wären unter anderem die Volkswagen-Modelle Golf II, der Passat Variant mit Allradantrieb, fünfzylindermotor und sperrbare Differentialen. Oder der aufgebrezelte Kadett GTE mit Heckspoiler, der sich mit Alfa Romeo 33 und Nissan Arna um die Design-Trophäe der 80er Jahre rangelt. Kantig, eckig und jederzeit verwechselbar mit den britischen Erzeugnissen von MG und Austin, die das identische Modell Metro ins Rennen schickten (siehe Foto). Derweilen in Ostdeutschland der Trabi auf 12 Volt aufrüstet, ansonsten aber mit unverwechselbarer sozialistischer Einheitsform erst gar nicht die Diskussion über "Fortschritt" aufkeimen lies. Anders die Coupe-Hersteller Toyota, Nissan und Mazda. Während Mazda mit dem RX7 Turbo als weltweit einziger Hersteller mit dem Wankelmotor in Serie geht, kommt Nissan/ Datsun mit dem formschönen 300 ZX Coupe so richtig in die Gänge und schiebt auch noch die Nissan Silvia ins Schaufenster der Sportwagen. Toyota bricht mit Corolla, Carina II und Corona jeden Herstellerrekord und schiebt sich weiter an die Spitze der Big-Player im Automobilmarkt. Im Kleinwagensegment tummeln sich Fiat mit Panda 4x4, Ritmo und Uno, gefolgt von den japanischen Flöhen Subaru J10 4WD und Peugeot 205er. Allrad war Trend und so brachte auch Renault eine 4x4 R18 Break auf den Markt. Gewinner dieser Allrad-Armada ist aber der 306 PS starke Audi Quattro Sport, der als Basis für Rennsport-Modelle diente, bei Liebhabern gesucht ist und zu hohen Preisen gehandelt wird. Maserati stellt den Biturbo 425 vor, der heute als günstiger und leistungsstarker Exot erhältlich ist und die Amerikaner brachten die neue Generation der Chevrolet Corvette unters Volk. Weniger auffallend waren Dodge Daytona und Ford Bronco. Aber alles in allem ist die Auswahl an Klassikern mit möglichem H-Kennzeichen erneut stark gewachsen. Rund 50 neue Modelle wurden 1983 vorgestellt. Eines davon, der Baby-Benz mit 2,3 Liter Vierzylindermotor, 16 Ventilen und einem Spoilerwerk vom Feinsten, hat es geschafft und ist durch entsprechende Nachfrage längst kein Schnäppchen mehr, aber Dank H-Kennzeichen jetzt für 190 Euro jährlicher Steuer auf die Straße zu bringen. Ach ja, beinahe vergessen: 1983 war auch das Jahr der Mobilkommunikation, denn das erste Mobiltelefon kam in Amerika auf den Markt. Es war ein Motorola DynaTAC 8000X, wog 800 Gramm und paßte noch nicht in die Hosentasche. Kosten: rund 3.900 US-Dollar für den Plastikknochen, der gerademal eine Stunde telefonieren konnte.

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