Historisches Fahrzeugregister Europa geplant

[ct-red] Das Vorbild ist das digitale Fahrzeugregister HVA (National Historic Vehicle Register) in den USA. Die Mission der HVA ist es, die kulturelle und historische Bedeutung des Automobils zu fördern und zu schützen. Die FIVA schlägt ein gleichartiges Projekt für Europa vor und bringt die European.eu Plattform ins Spiel.

Aktuell kann man auf der neu gestalteten FIVA-Website den Aufruf zum Aufbau eines digitalen Fahrzeugregisters einsehen, das sich am amerikanischen Vorbild des National Historic Vehicle Registers orientiert. Die FIVA möchte europäische Automobile, Nutzfahrzeuge, Motorräder und Militärfahrzeuge in dieses europäische Register aufnehmen und ruft dazu auf Fahrzeuge mit historischer Bedeutung an die FIVA zu melden. Da es aber solche eine Datenbank zumindest in Brüssel noch nicht gibt, schlägt die FIVA als passende Alternative die European.eu – eine europäische digitale Plattform für Museen und andere Kunstkollektionen vor. Dort gibt es zumindest in Sachen Kunst und Kunstkollektionen schon ein europäisches Register, nur das Kulturgut Automobil ist in der European.eu noch nicht vertreten. Schade nur, das Deutschland als Stammland des Automobils mit seinem „Verband der deutschen Automobilindustrie“ weder bei den Sponsoren noch beim FIVA Projekt vertreten sind. Der Aufruf der FIVA, einzusehen unter http://fiva.org/newsite/this-car-matters-landing/your-car-matters-too/ kommt im Rahmen des aktuell laufenden World Motoring Heritage Year 2016 zur Ansicht, dass dieses Projekt in Europa vorangetrieben werden sollte. Die FIVA, die historische Fahrzeuge und alle Einrichtungen mit Thema historische Kraftfahrzeuge weltweit vertritt sucht nunmehr nach individuellen Fahrzeugen, die einen Einfluss auf die Industrie oder die Gesellschaft hatten und haben. Getreu dem Vorbild der Amerikaner, werden im HVA nicht einfach nur Autos oder andere Fahrzeuge abgebildet, sondern deren Einfluss auf die Gesellschaft und deren historische Bedeutung hervorgehoben. Im US-Register der HVA finden sich deshalb der erste in die USA importiere Mercedes-Benz 300 Flügeltürer genauso wie der Kaiser-Jeep, des Ex-Präsidenten Ronald Reagan. Beide Fahrzeuge von US-nationaler Bedeutung mit nicht geringem Einfluss auf die Automobilentwicklung. Die Mitglieder der FIVA sind nun aufgerufen, Fahrzeuge vorzuschlagen, die komplett dokumentiert und digital verewigt werden sollen, um danach auf der europäischen Digitalbibliotheksplattform European.eu gezeigt zu werden. Vorgespräche darüber, ob die FIVA in der Lage ist, die Sammlung regelmäßig zu ergänzen, finden dem Vernehmen nach bereits mit der European.eu statt. Wie das dann aussehen könnte zeigt das US-Vorbild der HVA, die Sie unter dem weiterführenden Link finden.

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