Heinkel "Trojan" Kabine wird zum Elektroauto

[ct-red] Wenn alle Elektroautos bauen, sollten die Stromproduzenten nicht zurückstehen. So ähnlich müssen die Motive von Albert Heinen gewesen sein, Leiter des RWE-Ausbildungszentrums Rauschermühle nahe Koblenz, als er zusammen mit 30 angehenden Elektronikern des RWE Ausbildungszentrums binnen 18 Monaten einen Elektro-Heinkel auf die Rädchen stellte.

Seit Anfang 2010 beschäftigen sich die Auszubildenden der RWE Deutschland im Ausbildungszentrum Rauschermühle in der Nähe von Andernach mit einer Heinkel Kabine, einem Kleinwagen aus den 1950er Jahren, der an die Isetta von BMW erinnert. Kurz vorher war die Lizenzheinkel „Trojan“ noch auf den Straßen von Schweden zuhause. Nun wurde Sie binnen 18 Monaten bis Mitte November 2011 von RWE-Auszubildenden komplett restauriert und mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Im normalen Ausbildungsalltag klettern die zukünftigen Elektroniker für Betriebstechnik auf Strommasten oder warten und reparieren elektrische Schalt- und Steueranlagen. Die Heinkel Kabine ist eine ganz neue Herausforderung für die 16- bis 19-Jährigen. „Die Heinkel Kabine besitzt ideale Voraussetzungen für die Umrüstung auf einen Elektroantrieb“, so Albert Heinen, Leiter des RWE-Ausbildungszentrums. „Die damaligen Autobauer wie Heinkel oder Messerschmitt kamen aus dem Flugzeugbau und setzten daher konsequent auf Leichtbauweise.“ Und ein geringes Gewicht ist die beste Voraussetzung für einen funktionierenden Elektroantrieb. Die Jugendlichen lernen durch die Restaurierung die für die 50er Jahre weit fortgeschrittene Technik kennen und müssen diese mit der heutigen Technik verbinden. Das Äußere der „Trojan“ soll dabei möglichst komplett erhalten bleiben. Im Innenleben hat sich jedoch einiges geändert. Das fängt an bei einem zentralen LCD-Cockpit und reicht über eine computergesteuerte Elektronik bis hin zum hochmodernen und vor allem leichten Elektroantrieb“, erklärt der RWE Ausbildungsleiter. Mit zehn PS ist der E-Motor gleich stark wie das Verbrenner-Original, 85 km/h sind drin. Und fünf bis sechs Stunden Fahrzeit, schätzt Heinen. Und hier die vollständige Geschichte sowie die Zeitschiene der Umrüstung des Oldtimers zum „Stromer“ mit zahlreichen Detailaufnahmen.

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