Hagen: Lastesel der Wirtschaftswunderzeit

[ct-red] Seit 19.02.2014 zeigt die Sparkasse Hagen im Sparkassen-Karree in der Hagener Innenstadt eine Sonderausstellung mit dem Titel „Lastesel der Wirtschaftswunderzeit. Die Ausstellung wird bis 20.03.2014 während den Öffnungszeiten der Sparkasse zu bewundern sein.

Interessenten sollten sich auch gleich einen weiteren Termin im Kalender vormerken. Am Mittwoch, den 12. März 2014 wird Ingo Buschmann, Oldtimerexperte im Märkischen Automobil-Club ab 18:30 Uhr im Sparkassen-Karree einen Vortrag über die Kleinlaster der 1950er Jahre halten. In der Zeit des frühen Wirtschaftswunders war der Bedarf an Fahrzeugen bei den Handwerkern, Gewerbetreibenden, Lebensmittel- und Viehhändlern im Nachkriegsdeutschland sehr groß. Fahrzeuge für den Transport der Produkte waren Mangelware. Was die Wehrmacht in den letzten Kriegstagen nicht eingezogen und beschlagnahmt hatte, wurde in den Wirren der letzten Kriegstage zerstört. Übrig blieben nur leistungsschwache Vorkriegsfahrzeuge und das, was die Alliierten aus ihren Beständen aussonderten. Die dringend benötigten Kleinlastwagen wurden damals von Herstellern wie Vidal in Hamburg produziert, die mit der Marke Tempo, den Tempo Lastendreirädern Hanseat und Kleintransportern wie dem Tempo Matador Geschichte schrieben. Ford brachte den FK 1000/1250 auf den Markt, DKW den F89 Schnelllaster und Goliath war mit den Lastendreirädern GD 750 und Goli vertreten. Legendär auch der Volkswagen Bulli und spätere Transporter T1, die Kleinlaster der schwäbischen Firma Gutbrod sowie der Kleinlaster Manderbach (siehe nebenstehende Abbildung).Von diesen Fahrzeugen haben jeweils nur sehr wenige überlebt, da sie nach ihrem harten Arbeitsleben meist verschrottet wurden, weil die Nachfolger immer komfortabler und leistungsstärker wurden. Die Ausstellung in Hagen gibt einen interessanten Querschnitt über die Fahrzeuge, die in den 1950er Jahren auf unseren Straßen fuhren.

weitere Informationen