GM lehnt China-Engagement für Saab ab

[ct-red] Dunkle Wolken über Trollhättan. Der schwedische Autokonzern Saab hatte auf Rettung aus China gehofft, doch wie die Financial Times Deutschland meldet, hat die ehemalige Saab-Mutter General Motors diese Hoffnung mit ihrem Nein zunichte gemacht. Der Grund: GM fürchtet dass ihre Technik in chinesische Hände fällt.

Wie die FTD weiter berichtet lehnte General Motors die jüngsten Pläne zur Rettung des schwedischen Autobauers Saab ab. Ein Konzernsprecher kündigte in der Nacht zu Mittwoch an, GM werde die Miteigentümerschaft eines chinesischen Finanzinstituts nicht akzeptieren. Damit schwindet auch die letzte Hoffnung, Saab zu retten. Am Wochenende war bekannt geworden, dass eine chinesische Bank bei dem seit Monaten ums Überleben kämpfenden Autobauer einsteigen könnte. Das - nicht benannte - Institut sollte den asiatischen Investor Pang Da Automobile Trade bei den Einstiegsplänen ersetzen. Zusammen sollten die Chinesen auch nur noch die Hälfte an Saab bekommen, so der FTD-Bericht, und nicht, wie ursprünglich geplant, die Mehrheit. Mit diesem Schritt sollte GM zu Zustimmung zu einer chinesischen Beteiligung an der Saab-Rettung bewegt werden. Eine Zustimmung des US-Autokonzerns ist notwendig, da Saab noch über wichtige Lizenzen und Verträge mit der ehemaligen Muttergesellschaft verbunden ist. Mit dem Nein aus Detroit steht der Autohersteller Saab - einmal mehr vor der Insolvenz. Der von einem Gericht eingesetzte Zwangsverwalter Guy Lofalk habe den Abbruch des laufenden Sanierungsverfahrens mit Gläubigerschutz beantragt, teilte das Unternehmen am 07.12.2011 in Trollhättan mit. Lofalk hatte seit Anfang der Woche mitgeteilt, dass er das "Ende des Weges" für erreicht halte, weil Saab über keine Mittel verfüge und es keine realistische Aussicht auf einen baldigen Neustart der Produktion gebe.

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