"Feuriges" Coupe mit Kultstatus

[GTÜ] Der Renault Fuego ist 30 Jahre alt geworden – und hat sich rar gemacht auf dem Markt der „Klassiker der Zukunft“. Von den einst 265.000 Exemplaren in sechs Jahren Bauzeit haben nicht gerade viele überlebt. 1980 kam das „feurige“ Coupe nach Deutschland.

Die Modellhistorie des Renault Fuego ist schnell erzählt, da diese Baureihe nur 6 Jahre produziert wurde, gerademal drei Modellreihen kannte und in kleinen Stückzahlen bei der Maubeuge Construction Automobile in Frankreich im Auftrag von Renault montiert wurde. 1980 wurde der Renault Fuego erstmals auf dem Genfer Auto Salon als Nachfolger und Ergänzung der Sportcoupes R15 und R17 präsentiert. Der Fuego basierte auf der Technik des Renault 18, bekam aber ein eigenes markantes Styling. Die Basisversionen GTL/ TL mit ihren 1.4 Liter Motoren und 47 kW (96 PS) war in Deutschland nicht erhältlich. Meistverkauft in deutschen Landen war die TS/GTS Version mit 1.7 Liter Motor (71 kW/96 PS) und das Topmodell TX/ GTX mit 2.0 Liter Leichtmetallmotor (81 kW/ 110 PS), das Fünfganggetriebe, Zentralverriegelung, Servolenkung, Scheinwerferwaschanlagen und elektrische Fensterheber aufweis. Ein weiteres Highlight des Fuego war für Renault die Verleihung des ersten Goldenen Lenkrads für dieses Modell. Es war die erste Auszeichnung mit dem Goldenen Lenkrad überhaupt. Die weitere Modellpflege bestand bei Renault darin, das der Fuego ab 1983 die ersten Turbodieselmotoren mit 2.1 Liter Hubraum erhielt, die allerdings nicht nach Deutschland ausgeliefert wurden. Erst das Topmodell Fuego Turbo mit 1.6 Liter Hubraum und 132 PS war auch in Deutschland lieferbar. Dieses Modell hatte zudem einen Bordcomputer, der sieben Funktionen steuerte, zudem war ein elektrischer Außenspiegel und vier Scheibenbremsen im Lieferprogramm des Fuego Turbo enthalten. Zeitgleich mit der Turboversion bekamen die Modelle ab 1983 ein geändertes Cockpit und besaßen einen leicht geänderten Kühlergrill. Die 1984 eingeführten G-Kat Versionen waren nur für den amerikanischen Markt zu haben, erst die 1985 lieferbare G-Kat Version mit 2.2 Liter Hubraum und 102 PS war in Deutschland erhältlich. Nach rund 24.000 Exemplaren, die in Deutschland verkauft wurden, stellte Renault 1986 den Verkauf in Deutschland ein und ein Jahr später war auch in Frankreich nach rund 265.000 Fahrzeugen Schluss mit der Produktion in Europa. Die Produktion des Fuego ging nach Argentinien, die auf den südamerikanischen lokalen Markt begrenzt noch bis 1992 den Fuego weiter anboten. Das etwa 4.350 mm lange und 1.690 mm breite Sportcoupe mit gerademal 1.300 mm Höhe zählt heute zu den raren Klassikern, die 2010 den Sprung vom Youngtimer zum H-Zulassungsfähigen Klassiker geschafft haben. Obwohl die Modelle relativ selten angeboten werden, ist in Frankreich und Südeuropa ein etwas regerer Markt für dieses Coupe festzustellen. Auktions- und Verkaufsangebote bewegen sich für die Basismodelle (TL/TS) bei gutem Zustand (Note 2-3) bei rund 1.600 bis 2.600 EUR. Das Topmodell TX / GTX liegt bei 1.800 bis 2.900 EUR. Etwas tiefer in die Tasche muss der Fuego-Liebhaber bei den Turbomodellen greifen, hier werden Preise für gute Modelle (Note 2-3) von 2.500 bis 4.500 EUR aufgerufen. Seit 2010 sind die Angebote eher steigend, aber in Nordeuropa ist das Fahrzeug allgemein noch günstiger zu haben. Aus welche Punkte und Schwachstellen Sie bei diesem Modell achten sollten, erläuterte die zweiseitige Kaufberatung, die Sie als PDF-Download mit dem weiterführenden Link aufrufen können.

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