ErfinderZeiten zeigt 60 Jahre Kabinenroller

[ct-red] Man schrieb das Jahr 1946. Die Alliierten hatten Deutschland den Flugzeuggbau untersagt. Der arbeitslose Flugzeugingenieur Fritz Fend hatte die Vision, kostengünstiges Fahrzeug zu entwickeln. Der Fend-Flitzer war geboren und durch die Bekanntschaft mit Willy Messerschmitt wurde daraus der Messerschmitt Kabinenroller KR 175.

Messerschmitt hielt viel von Fend – war er doch an der Konstruktion des 1. Düsenjägers der Welt, der Me-262, beteiligt gewesen. Willy Messerschmitt, der die Messerschmitt-Werke stillgelegt und als Regensburger Stahl- und Metallbau GmbH umfirmiert hatte suchte händeringend nach neuen Produktionszweigen. Da kam Fritz Fend genau richtig. Ihr erstes Gemeinschaftswerk war der Messerschmitt KR 175 (KR für Kabinenroller oder KaRo). Er hatte auf dem Genfer Salon im Frühjahr 1953 seine Weltpremiere und feiert somit dieses Jahr seinen 60-sten Geburtstag. Immerhin fuhr der KR 175 knapp 80 km/h schnell und bot für zwei Personen, die wie auf einem Tandem hintereinander saßen, ein festes Dach über dem Kopf. Er schaffte es in knapp 35 Sekunden von 0 auf 80. Der KR 175 wurde im Volksmund gerne als “Schneewittchensarg” und die Kabinenrollerbesatzung als “Menschen in Aspik” bezeichnet. Das kühne Gefährt steht aus heutiger Sicht beispielhaft für die Motorisierung Deutschlands - das macht den Messerschmitt-Kabinenroller zum Mythos. Das Auto- und Uhrenmuseum "ErfinderZeiten“ in Schramberg widmet dem Kleinen noch bis 15. März 2014 anlässlich des runden Jubiläums die Sonderausstellung "Düsenjäger des kleinen Mannes – 60 Jahre Messerschmitt Kabinenroller KR 175“. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Museum ErfinderZeiten, Gewerbepark H.A.U. 3/5, 78713 Schramberg. Anfahrtskizzen auch im Internetauftritt des Museums.

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