Dieburger Dreiecksrennen für Motorräder

[ct-red] Im südhessischen Dieburg findet am Samstag, 13. September zum dritten Mal nach den legendären Rennen der Nachkriegszeit das Revival des Dieburger Dreiecksrennens statt. Das Rennen fand erstmals in den Jahren 1948 bis 1955 statt und steht in der Motorsporttradition der Nachkriegszeit.

Auf dem Programm stehen vier Demoläufe auf dem 3,3 Kilometer langen Stadtkurs. Das Fahrerlager befindet sich auf dem Gelände des Mercedes-Benz-Centers Dieburg. An den Start gehen Straßenmaschinen, Solo-Rennmotorräder und Gespanne bis Jahrgang 1976. Die Geschichte dieses Rennens begann 1948, als der Leiter des neugegründete Darmstädter Motorsportclub (MCD) die Genehmigung vom Deutschen Motorsportverband (DMV) erhielt, ein Motorradrennen zu veranstalten. Die Genehmigung war da, aber noch keine Rennstrecke! Darmstadt war im Krieg zu über 70% zerstört worden und es war unmöglich eine Rennstrecke zu finden. Fündig wurde der DMV in Dieburg und der Bürgermeister des Ortes war damals schnell überzeugt in Dieburg eine Rennstrecke für Motorradrennen zu genehmigen. Allein der wirtschaftliche Aspekt und der Imagevorteil durch eine sportliche Großveranstaltung überzeugten. Am 24. September 1948 um 10:00 Uhr begann das erste freie Training. Ein unverkennbarer Geruch von Rhizinus, Äther und Benzol hing über Dieburg, deren Bewohner im Rennfieber waren. 114 Solo- und 39 Seitenwagenmaschinen hatten sich angemeldet. Viele Schaulustige und Autogrammjäger umlagerten das Fahrerlager und das Start- und Zielhaus im Forst. Bekannte Fahrer wie „Schorsch“ Meier, Wilhelm Herz, Heiner Fleischmann, Hermann Böhm, Wiggerl Kraus, H.P. Müller usw. waren bei diesem ersten Rennen dabei. Weitere historische Einzelheiten und das gesamte aktuelle Programm finden Sie auf der Homepage des Veranstalters unter dem weiterführenden Link.

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