Die Auto-Akten der AUTOZEITUNG

[GTÜ/CT] Die Geschichte des Automobils ist auch immer die Geschichte von Visionären, schrulligen Erfindern und Unternehmern mit dem Gespür des Machbaren. Seit Anfang des Jahres gibt es dazu eine Serie in der AUTOZEITUNG. „Unglaublichen Auto-Geschichten“ als Serie „Auto-Akte“.

Alle 14 Tage erscheint die AUTOZEITUNG und in jeder Ausgabe des Jahres 2011 war eine der Auto-Akten veröffentlicht. Aktuell sind es jetzt bereits 5 „Unglaubliche Auto-Geschichten“ und die Serie wird fortgesetzt. Kennen Sie noch die Marke De Lorean des extrovertierten Autobauers John Z. De Lorean, dessen DMC-12 wie ein Donnerschlag am Markt erschien und genauso spektakulär wieder in der Versenkung verschwand? Wenn nicht, dann sollten sie sich mal den Kinofilm „Zurück in die Zukunft“ anschauen – dort knallt ein DMC-12, angetrieben durch einen Fluxkompensator, über die Leinwand und zischt durch die Zeiten. Herbert Knebel würde dazu sagen – „jetz is, was früher inne Vergangenheit die Zukunft war.“ Wars aber nicht, sondern eine kurze Zeiterscheinung, die bei John Z. De Lorean in einem Fiasko endete. Geblieben ist das Visionäre an diesem Automobil der Superlative. Die „Unglaubliche Auto-Geschichte – Akte 1/11“ finden sie in Ausgabe 1 der AUTOZEITUNG von diesem Jahr. Der zweite Teil, erschienen in Ausgabe 2/2011, widmete sich der Historie der britischen Marke Bristol, die seit nunmehr 65 Jahren in England still und offenbar erfolgreich Bristol-Automobile herstellt. Gegründet wurde diese Marke vom Multitalent – Flieger, Rennfahrer und exzentrischer Eigenbrödler – Tony Crook, der dieser Marke und den Fahrzeugen seinen Stempel aufdrückte. Bristol? Kennen sie nicht? Doch, erst vor kurzer Zeit düste eines dieser ungewöhnlichen Sport-Automobile jede Woche durch die ZDF-Sonntags-Krimiserie Inspektor Linley und löste beim ZDF einen Anfragesturm nach dem dort verwendeten Wagen des Inspektors aus. Es war ein bordeauxroter Bristol 410. Nummer 3 der Auto-Akte widmete die AUTOZEITUNG der Marke Borgward, die unzertrennlich zur deutschen Auto-Vergangenheit zählt und beinahe eine tragende und dauerhafte Rolle in dieser Geschichte gespielt hätte. Leider wurde nichts draus, denn das aufstrebende Unternehmen, angeführt von seinem genialen Techniker und Unternehmer C.F.W. Borgward wurde 1961 vom Bremer Senat und seinen Hausbanken unsanft ausgebremst. Die Auto-Akte skizziert hier sehr eindrucksvoll eine Psychogramm des Firmengründers und Ingenieurs Borgward. Geblieben sind den Deutschen die Erinnerungen an Lloyd, Hansa und vor allem an die Borgward Isabella. Nummer 4 widmet sich der Automarke Tucker, die die Autowelt revolutionieren sollte, aber seinem Schöpfer, dem Konstrukteur und Unternehmer Preston Tucker einen spektakulären Gerichtsprozess einbrachte. Tucker erkannte zwar als erster, dass die damaligen Autos „lebensgefährlich“ waren und stellte 1947 den seiner Meinung nach sichersten Wagen der Welt vor, den Tucker Torpedo. Kein Wunder, dass die damals führenden Hersteller der USA in diesem Hersteller eine ernste Bedrohung sahen und Tucker mit Prozessen ausschalteten. Tucker war und ist ein Lehrstück für Innovative Ideen, die von den Marktführern einkassiert werden. Wohl auch wegen dieser Markt-Mechanismen fahren wir heute noch mit Benzin- und Dieselmotoren. Aktuell ist in Auto-Akte 5/2011 die Auto-Geschichte von Glas dargestellt. Hans Glas, der 1955 mit dem Goggomobil erfolgreich in den Automobilbau einstieg, entwickelte dieses Unternehmen bis Mitte der 1960er Jahre zu einem Hersteller, der durchaus experimentierfreudig und vor allem mit ansprechenden Formen den etablierten Herstellern Parolie bot. Genützt hat es ihm wenig. Das schnelle Wachstum und die große Modellpalette zeigten Wirkung. Nachdem Glas auf dem Kleinwagenmarkt sehr starke Einbrüche verzeichnen musste, ging das Unternehmen an BMW. Diese Frischzellenkur tat den Münchnern eigentlich nur gut.

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