Design Ikonen im ZeitHaus der Autostadt

[ct-red] Im Laufe der automobilen Designgeschichte entstanden viele Charaktertypen - einige erreichten den Status der Unverwechselbarkeit und wurden Kult. Zum 125. Geburtstag des Automobils im Jahr 2011 widmet das ZeitHaus der Autostadt in Wolfsburg ihnen eine Ausstellung mit dem Titel „Design Ikonen“.

An ihrer Gestalt orientierten sich die Pioniere der Automobilität. Benz und Daimler, Panhard und Peugeot, Olds und Ford – sie alle ersetzten Deichsel und Pferd durch einen Verbrennungsmotor. Ästhetik und Materialien des typischen Pferdefuhrwerks in allen seinen Variationen bestimmten folglich das Aussehen der frühen Automobile. Erst in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts kam die Achsschenkel-Lenkung zum Einsatz, die mehr Fahrsicherheit brachte und gleichzeitig dazu beitrug, das Aussehen der Automobile zu verändern, es Zug um Zug vom traditionellen Muster des Pferdewagens loszulösen. Doch nicht nur die technische Entwicklung prägte fortwährend das Design, sondern ebenso die Erweiterung der Funktionalität, die unterschiedlichen Lebensstile und ganz besonders auch die Mode. So entstanden viele Charaktertypen der automobilen Designgeschichte, sie prägten sich in unser kollektives Gedächtnis ein und wurden zu Design Ikonen. Stilbildend wirkten in der Geschichte des Automobils stets auch und ganz besonders Automobile für die reine Fahrfreude – gemeint sind Sportwagen. Noch bis in die 1960er Jahre galten die typischen Proportionen hochkarätiger Frontmotor-Boliden als Ausweis besonderer Sportlichkeit, prototypisch repräsentiert mit dem Jaguar E-Type der Mitte der 1960er Jahre am Markt erschien. Auch damals gab es zahlreiche Nachahmungen im Stil der Mimikry, deren wohl bekanntestes Beispiel der technisch brave, im ZeitHaus dem E-Type zur Seite gestellte Ford Capri ist. Er kommt trotz zierlicher V4-Maschine äußerlich mit allen Insignien des Superautos daher: ellenlange Motorhaube und kurzes Stummelheck. Wechselausstellung Car Design Studios im ZeitHaus Die sogenannten Car Design Studios gelten als das "verlängerte Zeichenbrett" der großen Automobilhersteller, wenn es darum geht, Kreativität und Innovation in eine unverwechselbare Formensprache zu überführen. Mit Hilfe von Design- und Konzeptstudien überprüfen sie bei potenziellen Kunden die Akzeptanz und damit die Serientauglichkeit von Design-Innovationen. Die Autostadt widmet dem Wirken - und der Wirkung - der Studios eine Wechselausstellungsreihe im Erdgeschoss des ZeitHauses. Sie bildet den Ausgangs- und Referenzpunkt für die im Korpus präsentierten Design Ikonen, indem sie die Meilensteine des Fahrzeug-Designs und die Geschichte ihrer Schöpfer in Beziehung setzt. Eröffnet wird die Reihe von dem 1968 von Giorgetto Giugiaro gegründeten Studio Italdesign-Giugiaro S.p.A.

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