Das allmähliche Verschwinden der DDR-Automobile

[ct-red] Trabis auf deutschen Strassen werden immer mehr zur Rarität. Waren direkt nach der Wende über eine Million der Kleinwagen aus dem Hause Sachsenring im Verkehr zugelassen, fiel diese Zahl bis zum 1. Januar 2011 auf 33'726, wie jetzt das KBA anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes 2010 in Flensburg mitteilte.

Ein Großteil der ehemaligen DDR-Fahrzeuge habe inzwischen Oltimer-Zulassungen, die ab einem Fahrzeugalter von mindestens 30 Jahren erteilt werden. So sind vom Typ Wartburg derzeit noch rund 7.500 Exemplare auf den Straßen unterwegs. Andere in der DDR produzierten Fahrzeuge seien noch stärker aus dem Strassenbild verschwunden, gaben die Verantwortlichen des Kraftfahrtbundesamtes auf ihrer Pressekonferenz bekannt. So zum Beispiel der ostdeutsche Kleinbus Barkas. Von ihm sind noch gerademal 977 Exemplare angemeldet und unterwegs. Fahrzeuge aus dem ehemaligen Ostblock-Staaten seien noch seltener. Auf die frühere Luxuskarosse Saporoshez entfielen nur noch 102 Zulassungen. So lange der technische Zustand es erlaubt, sind die Fahrzeuge den Angaben zufolge auch weiterhin ohne Einschränkungen zulassungsfähig. Beschränkungen gibt es in den neu eingerichteten Umweltzonen. Grüne Plaketten für die Einfahrt werden für Motoren ohne Katalysatoren nicht vergeben. Allerdings gelten für H-Zulassungen in vielen deutschen Städten Ausnahmen bei der Befahrung von Umweltzonen. Unser Bild zeigt einen Trabant 601 mit DDR-Zulassung.

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