Daimler nimmt Maybach 2013 vom Markt

[ct-red] Seit letzter Woche ist es „amtlich“, die Daimler AG will bis 2013 die Marke Maybach vom Markt nehmen. 2002 erst neu belebt, wird das „Nobelmarken-Experiment“ nach 10 Jahren beendet. Zahlreiche Planspiele im Mutterkonzern, die den Absatz der Exklusivmarke ankurbeln sollten, wurden vom Daimler-Chef Dieter Zetsche als beendet erklärt.

Im Jahr 2013 kommt das Aus für die Marke Maybach. Das Schicksal von Daimlers erst 2002 wieder ins Leben gerufenen Nobelmarke ist seit einiger Zeit Thema bei den Stuttgartern. Ganz und gar nicht zufrieden war man mit deren Absatz. Sollte man sie mit Aston Martin zusammen weiterentwickeln oder ganz einstellen? Planspiele, die nun ein Ende haben: Das Aus für Maybach ist besiegelt. „Es wäre nicht sinnvoll, ein Nachfolgemodell für den jetzigen Maybach zu entwickeln“, so Daimler-Chef Dieter Zetsche gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Aus einem Brief an die Mitarbeiter, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, schreibt der Daimler-Vorstand, im Luxussegment künftig ganz auf die Kernmarke Mercedes-Benz setzen zu wollen. Dem Maybach wird eine „Gnadenfrist“ bis 2013 eingeräumt. Sie würde spätestens dann auslaufen, wenn die neue S-Klasse auf den Markt kommt. Gegenüber der „FAZ“ räumte Zetsche ein Verlustgeschäft mit Maybach ein. Die Verkäufe blieben stets unter den Erwartungen. Trotz des Aus für Maybach müssen sich die Mitarbeiter jedoch nicht sorgen. Wie das Unternehmen im zeitgleich wissen ließ, setzt man auf deren Kompetenz im Top-Luxussegment. Und die werde „dringend gebraucht – für die nun beginnende Offensive mit Stern. Schließlich wollen die Schwaben ihr Angebot in der S-Klasse um drei zusätzliche Modelle ausbauen, wie Zetsche gegenüber der Belegschaft wissen ließ.

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