Bristol Cars aus der Insolvenz unter neuer Flagge

[ct-red] Eigentlich ein unschöner Zeitpunkt. Gerade erst konnte der britische Sportwagenhersteller Bristol Cars sein 65. Firmenjubiläum feiern und musste seine vermeintliche Insolvenz bekanntgeben. Das Unternehmen steht im Moment unter staatlicher Verwaltung und sucht einen neuen Investor.

Firmenboss Silverton ist jedoch zuversichtlich binnen kurzer Zeit einen Investor zu finden, um die drohende Schließung abzuwenden. Aktuell werden dringend liquide Mittel benötigt, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Bristol Cars hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vor allem als Produzent handgearbeiteter Sportwagen einen Namen gemacht. Das erste Modell erblickte im Jahr 1945 das Licht der automobilen Welt und den Höhepunkt erreichten die Briten 1982 mit insgesamt 104 handgearbeiteten Fahrzeugen pro Jahr. Den Beginn des Niedergangs von Bristol Cars markiert der Rückzug des prominenten ehemaligen Rennfahrers Tony Crook aus der Unternehmensführung. Crook hatte zwischen 1960 und 2007 die Geschicke der edlen Sportwagenmanufaktur gelenkt und war bis 2001 sogar der alleinige Besitzer von Bristol Cars. In der Vergangenheit pflegte Crook lediglich Autos zu verkaufen, wenn er die potenziellen Besitzer sympathisch fand. Ein eigenes Vertriebssystem wurde nie etabliert und auch Händler wurden stets ferngehalten. So wurden alle Verkäufe lediglich aus dem einzigen Showroom in Kensington, im Herzen Londons getätigt. Aktuell werden dort die Modelle Blenheim und der 550-PS-Flügeltürer Fighter angeboten. Größeren Bekanntheitsgrad erreichte die Marke Bristol beim deutschen Publikum durch die englische Krimiserie „Inspector Lynley“, der einen Bristol 410 durch die Fernsehserien steuerte (siehe unser Bild). Neuesten Meldungen zufolge soll Bristol durch die Frazer-Nash Group aufgekauft werden.

weitere Informationen