Breschnew hängt De Gaulle ab und Honecker will keiner

[ct-red] Eine Zil-Limousine des einstigen Kreml-Herrschers Leonid Breschnew war der Star bei einer der zahlreichen Klassiker-Auktion in Paris, bei denen rund 102 Oldtimer im Gesamtwert von rund 7,7 Millionen Euro versteigert wurden. Für Breschnews alte Staatskarosse legten russische Bieter rund 188.100 Euro auf den Tisch.

Der Staats-Simca von Frankreichs Ex-Präsidenten Charles de Gaulle war einem Sammler immerhin noch 117 900 Euro wert. Auf der bis Sonntag dauernden Klassiker-Messe „Retromobile“ präsentieren mehr als 300 Aussteller und Clubs ihre Schätze, darunter wertvolle Bugattis, Aston Martins oder Maseratis. Die beiden versteigerten Fahrzeuge ZIL und Simca gehörten einem Museum. Neben den historischen Regierungsfahrzeugen wurden auch weitere edle Klassiker aus Privatbesitz versteigert, darunter ganze Sammlungen aus der Schweiz, Belgien oder Spanien. Pech hatten die Versteigerer der ehemaligen Honecker-Staatskarosse, ein 1989er Citroën CX Prestige Rallongée Turbo II. Das Fahrzeug war eine Spezialanfertigung, die nach dem Fall der Mauer aber nicht mehr ausgeliefert worden war. Mit rund 42.000 Kilometern auf dem Tacho hatte sie bis zu 45.000 Euro erbringen sollen. Daraus wurde alledings nichts, denn Bonhams wurde Honeckers Karosse nicht los. Mehr Zuspruch hatten da Fahrzeuge der Marke Aston Martin. Ein 1955 ausgelieferter DB2/4 für belgiens König Baudouin brachte auf der Bonhams-Auktion 333.500 EUR und setzte damit eine neue Rekordmarke für diesen Wagentyp. Nach Auskunft der Versteigerer wurden rund 73 Prozent der Angebote an neue Besitzer verkauft, darunter so edle Klassiker wie ein Bugatti Type 51, ein Mercedes-Benz 540K Cabriolet oder ein 1961 Cadillac Coupe von Pininfarina (siehe Bild nebenstehend), das der ehemaligen First Lady der USA, Jacqueline Kennedy, gehörte und für rund 212.000 EUR wegging. Alle Bonhams Angebote und der Auktionskatalog finden Sie unter dem weiterführenden Link.

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