Bremer Automobilmarken im Schloss Schönebeck

[ct-red] Eine Sonderausstellung im Museum Schloss Schönebeck bei Bremen, erinnert seit Mitte Januar bis 02.März 2014 an die Bremer Automobilmarken Borgward, Goliath und Lloyd. Horst Scharlottenberg hat eine umfangreiche Sammlung zusammengetragen: Plakate, Fotografien, Werbeartikel, Konstruktionszeichnungen und vieles mehr.

Isabella, Arabella, P 100 – bei diesen Namen bekommen Oldtimer-Freunde leuchtende Augen. Sie stehen für ein Kapitel Bremer Automobilgeschichte, das seit gut 50 Jahren Vergangenheit ist aber bis heute lebendig geblieben ist. Vor der Kulisse der Pyramiden flitzt ein Paar im schnittigen grünen Cabriolet durch den Wüstensand. "Ein Wagen von internationalem Format" verspricht der Slogan unter dem Bild. Mit dem Hauch von weiter Welt warb das Plakat in den 50er Jahren für den Hansa 1500 made in Bremen. Im Schloss Schönebeck lässt der Sammler Horst Scharlottenberg die Zeit wieder aufleben, als die Hansestadt mit Borgward, Goliath und Lloyd in Deutschland und der Welt Automobilgeschichte schrieb. Das Kapitel endete 1961 mit dem Konkurs des renommierten Autobauers Borgward, doch Sammler wie Horst Scharlottenberg haben das Werk am Leben gehalten. In rund 30 Jahren hat der 72-Jährige eine Fülle von Erinnerungsstücken zusammengetragen, die er jetzt im Schloss zur Schau stellt. Da blitzten verchromte Frontmasken neben weißem Kantinengeschirr mit der Borgward-Raute. Neben Vitrinen mit Original-Konstruktionsplänen, Werkstatt-Handbüchern, Werkskatalogen, Typenschildern und Werkzeugen hängt ein großer Schmierplan für die Isabella. Auch ein Kardanwellen-Gelenk für den Hanseat 2400 ist zu sehen. Einem Glücksfall aber verdankt er seinen umfangreichen Fundus an Plakaten, die meisten im Original. Das alles ist in der Ausstellung „Borgward, Goliath und Lloyd – Erinnerungen an einen Bremer Automobilkonzern“ bis 2. März 2014 zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Samstag von 15 bis 17 Uhr, Sonntag von 10.30 bis 17 Uhr.

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