Benz-Museum Ladenburg zeigt 30 Jahre W201

[ct-red] Bereits im Dezember 1982 rollten die ersten Exemplare der neuen Modellreihe 190 (W201), der sogenannte Baby-Benz in die Verkaufsräume der Mercedes-Benz Niederlassungen. Nach anfänglicher Skepsis der Kundschaft gegenüber dem "kleinen" Mercedes, brachte die Dieselvariante 190 D die Wende.

Zu teuer, zu bieder im Erscheinungsbild und die recht bescheidene Ausstattung der Basismodelle wurden als häufigste Kritikpunkte der Kunden genannt. Dies änderte sich mit dem Verkaufserfolg des 190 D und mit dem 190 E 2.3 Liter (185 PS) fand der Kleine auch Interesse bei sportlich ambinionierten Fahrern. Dem Mercedes-Benz 190 2,3 Liter folgte bald eine noch weiter leistungsgesteigerte Variante mit einem 2,5 Liter Motor der für damalige Zeiten stolze 194 PS auf die Antriebsräder brachte. Die Fahrzeuge mit 16 Ventil Motoren waren allerdings nicht gerade preiswert. Während das Basismodell bei der Markteinführung runde 25.500 DM kostete, mußte die Kunden für den 2,5 Liter 16 Ventil-Wagen bereits rund 67.900 DM hinlegen und das Spitzenmodell EVO II kostete exakt 115.260 DM. Trotzdem fanden die sportlichen 190er Varianten bald ihren Weg auf die Rennstrecken der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. Im Jahr 1989 wurden dann aus Homologationsgründen für den Motorsport 502 Fahrzeuge mit der Bezeichnung "EVO I" gebaut. Mit einer tiefliegenden vorderen Stoßstange, deutlichen Karosserieverbreiterungen und einem vergrößerten Heckspoiler waren die motorsportlichen Ambitionen jetzt auch optisch deutlich erkennbar. Dem "EVO I" folgte im Jahr 1990 der ebenfalls in 502 Exemplaren gebaute "EVO II". Die vordere Stoßstange war noch einmal tiefer gelegt worden, die Karosserieverbreiterungen fielen noch üppiger aus und der nochmals vergrößerte verstellbare Spoiler auf der Kofferhaube brachte dem 235 PS starken Spitzenmodell der 190iger Baureihe bald die Bezeichnung "Hirschkäfer" ein. Beide EVO-Modelle wurden nur rund 3 Monate lang produziert und zählen heute zu den begehrten Sammlermodellen. Insgesamt über 1.8 Mio. Fahrzeuge wurden vom W201 gebaut und die Sonderausstellung zum 30 jährigen Jubiläum im Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg, die bis Mitte August 2013 gezeigt wird, stellt insgesamt 6 dieser Modelle aus. Darunter auch der Original DTM Rennwagen 190 E 2,5 L 16 V EVO I, den Jochen Maas in der DTM Saison 1989 steuerte.

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