„Belgian Gentlemen Drivers“ und andere Helden

[ct-red] Das Automuseum Autoworld im belgischen Brüssel zeigt seit dem 9. Dezember 2011 die Ausstellung „Belgian Racing Legends“ – eine Hommage an die Helden des belgischen Motorsports. Die Ausstellung ist bis 15. Februar 2012 zu sehen und zeigt neben Rennexponaten auch Filmvorführungen der belgischen Rennen.

Nach dem zweiten Weltkrieg fanden sich einige junge Leute aus wohlhabenden Familien mit Rennambitionen zu Motorsportveranstaltungen zusammen. Ihr Ziel: Rennen auf höchstem Niveau. Ihre Namen: André Pilette, Jacques Swaters, Charles de Tornaco, John Claes, Roger Laurent und Paul Frère. Jacques Swaters gründete 1951 den Francorchamps-Rennstall (Ecurie Francorchamps) und John Claes den Rennstall „Ecurie Belge“. Sponsoren hatten diese Pioniere keine. Autos, Treibstoff, Ersatzteile, Mechaniker, Reisekosten und Anmeldegebühren – sie bezahlten alles aus eigener Tasche. Regeln gab es nur sehr wenige – wenn überhaupt. Diese belgischen Pioniere des Motorsports wurden bald – analog zu ihren englischen Kollegen – als die „Belgischen Gentleman Drivers“ tituliert. Ihnen folgten viele weitere belgische Piloten, die weltweit bekannt wurden: darunter Olivier Gendebien, Willy Mairesse, Jean “Beurlys” Blaton, Lucien Bianchi, Pierre Dieudonné, Thierry Boutsen, Willy Braillard, Marc Duez, Bertrand Gachot, Georges Hacquin, Jean-Michel Martin und der weltbekannte Jacky Ickx. Die Ausstellung ist eine Hommage an diese Pioniere. Mit dem Nachbau von Fahrerlagern, Tribünen, Start und insgesamt 30 Renn- und Rallyewagen will das Museum die magische Atmosphäre dieser Zeit wieder heraufbeschwören. Die Hälfte der Autos ist in chronologischer Reihenfolge wie bei einem Start eines Rennens platziert, die anderen sind in den Fahrerlagern und dem Zwischenstock ausgestellt. Auf den Tribünen können an Bildschirmen Informationen und Geschichten über die Fahrer und ihre Erfolge abgerufen werden. Große Fotogalerien und Poster, Vitrinen mit Trophäen und Erinnerungsstücken sowie regelmäßige Filmvorführungen ergänzen die Ausstellung in der Brüsseler Autoworld.

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