Ausstellung über Automobilbau im Technoseum

[ct-red] Das Technoseum in Mannheim hat der neuen Dauerausstellung „Automobilbau“ ein neues Highlight geschaffen. Die neue Ausstellung präsentiert die Geschichte des Automobilbaus von den ersten Autopionieren bis zur Produktion mit Robotern. Mannheim – Geburtstätte der Mobilität.

Mannheim gilt wegen seiner Erfinder Drais, Benz und Lanz als Geburtsstätte der Mobilität. Das Auto hat daher für die Quadratestadt, das Ländle und das Technoseum eine hohe Bedeutung. Technoseum – so heißt das 1990 eröffnete Landesmuseum für Technik und Arbeit übrigens erst seit sieben Jahren. Es eröffnete im März die überarbeitete Abteilung zum Automobilbau und löste die provisorische Ausstellung ab. Sechs Themenräume erzählen die Geschichte des Automobilbaus von der Erfinderwerkstatt bis zur aktuellen Massenproduktion. Den Pionieren Carl Benz, Wilhelm Maybach und Gottlieb Daimler ist Raum gewidmet. Zu sehen sind zahlreiche Objekte und Archivalien aus dem Nachlass der Familie von Carl Benz. Zu den Glanzstücken zählt sicher der in Ladenburg gebaute 1924er Benz Söhne Tourenwagen Typ 18/25 PS. Im vergangenen Jahr hatte es um die Schenkung des Benz-Nachlasses noch Erbstreitigkeiten gegeben. Doch wie baute man eigentlich Autos? Der Benz-Söhne-Tourenwagen von 1924 war noch ein handwerklich gefertigtes Auto. Zeitgleich hatten andere Hersteller längst auf die Fließbandfertigung umgestellt. Bei der "Hochzeit" des Ford Modell-T erfährt der Besucher wie die Karosserie und das Fahrgestell zusammengeführt wurden. Neben dem Automobilbau widmet sich die Ausstellung auch der Motorisierung in Kaiserreich, Nationalsozialismus und beiden Weltkriegen sowie der Entstehung der Automobilgesellschaften in der Bundesrepublik und der DDR nach 1945. Eines der Hightlights der Automobilproduktion ist die Vorführstation zur Karosseriefertigung des Porsche 911. Die vorletzte von ursprünglich 12 Stationen der einst 60 Meter langen Fertigungsanlage stammt aus dem Karosseriewerk Reutter. Dort wurden von 1963 bis 1989 etwa 300.000 Porsche 911 in den vier Karosserievarianten Coupé, Speedster, Cabriolet und Targa zusammengeschweißt. Bevor Industrieroboter diese Arbeit um 1990 übernahmen, fügten Arbeiter im Akkord die 911-Karosserien mit etwa 12 Kilogramm schweren MAG-Schweißzangen mit über 5000 Schweißpunkten zusammen. Geöffnet ist das Technoseum täglich von 9 bis 17 Uhr. Mehr zur neuen Dauerausstellung unter dem weiterführenden Link.

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