Ausstellung "Kleinwagen Wunderzeit" im Sensenhammer

[ct-red] Kleinwagen Wunderzeit, mit Isetta und Alexander ins Wirtschaftswunder, so lautet der Titel einer Ausstellng, die von Ende Juni 2011 bis 23.10.2011 gleich an zwei Standorten stattfindet: einmal im LVR Freilichtmuseum Lindlar und parallel im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer. Gezeigt werden berühmte Klassiker der 1950er Jahre.

Geliebt und gelobt waren die deutschen Kleinmobile nach 1945. Die Ausstellung zeigt an beiden Schauplätzen berühmte "Klassiker" und den Wandel vom Motorrad zum Kleinwagen in den 1950er Jahren. Die Ausstellung im Leverkusener Industriemuseum richtet ihren Blick auch auf die Entwicklung des örtlichen Straßennetzes und des Individualverkehrs in der "Bayer-Stadt". Oldtimer sind in der Ausstellung zu sehen, mit drei und mit vier Rädern: ein seltenes Goggoroller-Gespann, ein Lloyd-Kombi, beide Baujahr 1954, ein "Käfer" aus dem Jahr 1961 (mit Leverkusener Biografie) sowie ein Goggomobil von 1962. Dazu haben Zeitzeugen ihre Erinnerungen aufgefrischt, ihre Fotoarchive geöffnet und berichten aus der Verkehrsgeschichte des bundesdeutschen Wirtschaftswunders. Berufs-, Urlaubs- und Freizeitfahrten oder auch einfach die Probleme des Alltags geraten wieder ins Blickfeld. Großformatige Fotos entführen die Besucher in das Leverkusen der 1950er bis 1970er Jahre. Neben dem Marshall-Plan, einer umfangreichen Wirtschaftshilfe der USA für den Wiederaufbau Europas, kommt der Währungsreform vom 20./21. Juni 1948 eine besondere Bedeutung für den wirtschaftlichen Aufschwung in Westdeutschland zu. Die Reichsmark wurde durch die Deutsche Mark ersetzt. Schlagartig beendet war die Hortung von Waren, nahezu alle Schaufenster füllten sich über Nacht mit lang entbehrten Gütern. Vergessen waren „Zigaretten-Währung“ und Schwarzmarkt. Anfang der sechziger Jahre ließ die Dynamik der Wirtschaftswunderjahre allmählich nach. Die erste Rezession von 1966/67 und schließlich die so genannte Ölkrise des Jahres 1973, eigentlich eine Ölpreis-Krise, erschütterten das bis dahin größtenteils optimistische Lebensgefühl der westdeutschen Bevölkerung. Die Liebe zum Automobil jedoch blieb ungebrochen. Am 1. Januar 2011 registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt 42.3 Millionen zugelassene Personenkraftwagen.

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