70 Jahre Vespa: Sound der 1950er

[ct-red] Kein anderes Fahrzeug verkörpert das italienische Lebensgefühl so wie die Vespa: Italien, Sonne, Freiheit auf zwei Rädern und unverwüstlich in den schmalen Gassen und Straßen der italienischen Dörfer. Die flotte Vespa wird 70 Jahre alt und sieht fast noch so aus wie in jungen Tagen.

Nur wenig hat sich geändert, seit Enrico Piaggio den Motorroller vor 70 Jahren zum Patent anmeldete. Es ist einfach ein Fahrzeug, das man gerne anschaut und von allen Altersklassen souverän bewegt wird. Vespa fahren ist einfach und der Zweitakter der ersten Generation schnurrt heute schneller getaktet und in zahlreichen Hubraum-Variationen durch die Lande. Vor allem Bunt sind die Vespas – es gibt sie in fast allen Farben. Anfangs noch weiß wie ein Schwan, schnurrten bereits in den 1950er die Stars auf der Vespa durch die Filme. Abenteuerliche Fahrten mit Papa am Steuer, Kind zwischen den Beinen und hinten Mutti mit dem Korb für den Strand. Oder aber der Film „Ein Herz und eine Krone“ mit Gregory Peck und Audrey Hepburn auf der flotten Vespa durch den damals schon abenteuerlichen Verkehr Roms. Die Idee von Piaggio ging auf. Eigentlich baute das Unternehmen Flugzeuge, aber nach Kriegsende gab es dafür keinen Bedarf und vor allem kein Geld. Intern beauftragte Piaggio einen Flugzeugingenieur mit der Entwicklung eines Fahrzeuges, das Jedermann fahren konnte, nicht zu teuer, einfach in der Wartung und wenn es sein muß auch mit ausladendem Petticoat zu fahren. Corradino D'Ascanio, der Konstrukteur der Vespa leistete ganze Arbeit. Der Motorroller war weltweit einzigartig. Trittbrett und Blende gegen Schmutz und Wasser, Motor am Hinterrad aufgehängt und mit runden Blechen verkleidet, damit sich das Kleid nicht im Antrieb verfängt, eine ausladende Sitzbank und geschaltet wird am Lenkrad. Die Bremse konnte mit dem Fußpedal betätigt werden. Kurzum: schmale Taille und ein ausladendes Hinterteil – hat was von einer Wespe und wurde dann auch Vespa genannt. Und Frauen standen ebenfalls auf den niedlichen Brummer. Elegant der niedrige Einstieg, wie bei einem Damenfahrrad, der auf dem Trittbrett zwischen den Beinen genügend Platz lässt. Frauen mit Kleidern konnte Sie fahren, Priester mit Talaren (Don Camillo) und fein angezogene Männer im Businessdress ebenfalls. Nach 70 Jahren Vespa bleibt festzuhalten, das rund 17 Millionen Exemplare seit der Patentierung vom Band liefen. Du siehst die Vespa im Straßenbild und erkennst sie sofort – die Vespa ist einzigartig und jung geblieben. Happy Birthday!

weitere Informationen