70 Jahre im Windschatten der Vespa

[ct-red] Im Oktober 1947 rollte beim italienischen Fahrzeugbauer Innocenti mit dem Modell-A ein solider Alltagsroller vom Band, der trotz ansprechenden Leistungen und Formen immer im Windschatten einer weiteren italienischen Kultmarke blieb. Die Rede ist von der Lambretta, deren Fans aktuell den 70. Geburtstag feiern.

Lambretta, das waren anfangs 1947 rund 4,5 PS eines Einzylinder-Zweitakters mit 125 Kubik Hubraum, um im Nachkriegsitalien die Massen zu mobilisieren. Zwei Jahre später erschien mit dem Lambro noch ein Lastendreirad, das ebenfalls äußerst beliebt war. Innocenti baute bis in die frühen Siebziger mehr als vier Millionen Stück der verschiedenen Baureihen. Hinzu kommen noch diverse Lizenzbauten in Europa, Indien und Südamerika. Halb Asien ist heute noch auf den indischen Rollermobilen unterwegs, aber trotz des beachtlichen Erfolges reichten die Stückzahlen zu keiner Zeit an die des Konkurrenten Piaggio heran, der mit der Vespa das große Los gezogen hatte. Nur ein Land und deren Roller-Enthusiasten waren mit den luxuriösen Lambrettas zufriedener. In England wurde die Lambretta der Vespa vorgezogen und war damit etwas beliebter. Fazit: Beide Roller feiern 2017 ihr 70. Jubliäum und beide schnurren heute noch durch die Metropolen dieser Welt. Mehr über die Lambretta gibt es beim Deutschen Lambretta Club unter dem weiterführenden Link.

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