34 Jahre G-Modell von Mercedes und Puch

[ct-red] Seit nunmehr über 34 Jahren im Programm und mehr als 210.000 mal verkauft - die Rede ist vom G-Modell (Geländewagen) der Daimler-Benz und Steyr-Daimler-Puch (heute Magna-Steyr), die 1972 als gemeinsame Entwicklung starteten und seit 1979 als Mercedes G und Puch G angeboten werden.

Zwar ist das G-Modell seit 34 Jahren in seiner Grundform nahezu unverändert, technisch erfuhr der "G" (W460) allerdings immer wieder Verbesserungen und Aktualisierungen. Schwerpunkt der "Modernisierungen" waren immer auch die Motorvarianten und die Sicherheitsmerkmale. Die Erfolgsstory begann 1972, als Daimler-Benz und der österreichische Hersteller Steyr-Daimler-Puch die gemeinsame Entwicklung des Geländewagens beschlossen. Angestoßen wurde die Entwicklung vor allem vom damaligen iranischen Herrscherhaus Pahlavi, die in den 70er Jahren rund 18 % der Daimler-Benz Aktien inne hatten. Das G-Modell war im Iran für den militärischen Einsatz und als Jagdwagen vorgesehen. Zudem hoffte der Daimler-Benz Konzern auf Abnehmer im Inland - hier vor allem bei der Bundeswehr. Dort war man zwar begeistert vom G-Modell, aber aus Kostengründen wurde es dann doch erst mal der Iltis von Volkswagen. Heute ist der "G" allerdings auch bei der Bundeswehr im Einsatz. Kurzum: im Jahre 1975 wurde die Serienproduktion beschlossen und als Fertigungsstandort das österreichische Graz gewählt. Dort wird neben der Produktion seit 1992 auch die Weiterentwicklung der G-Klasse verantwortet. Der unterschiedliche Markenname Puch G bzw. Mercedes-Benz G-Klasse resultierte aus der vereinbarten Vertriebsverantwortung der Partner: Der Puch G wird in Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Slowenien, Kroatien, den ehemaligen jugoslawischen Republiken und Teilen Afrikas vertrieben, in allen anderen Ländern wird das Mercedes-Benz G-Modell verkauft. Das G-Modell zeichnet sich vor allem durch Geländetauglichkeit, Zugkraft und vor allem Langlebigkeit aus. Wen wundert es also, wenn die ersten Modelle der Baujahre 1979 bis 1983 heute bereits als H-Zulassung (Historisch) auf den Straßen bewegt werden und unter Klassikfreunden Wiederverkaufswerte nahe den ehemaligen Neupreisen erzielen. 1992 wurde die G-Klasse (Baureihe W460) vom W461 abgelöst und bereits 1990 die Baureihe W463 eingeführt, die ein Jahr später das Sondermodell 500 GE mit Achtzylindermotor hervorbrachte, aber bis 2001 blieb die Produktion für den W461 aktiv. 2001 wurde dann der Verkauf eingestellt, aber für das Militär und die Kommunen wird die Urfassung weiterproduziert. Abgesehen von der Typenumstellung - aus dem 290 GD wurde dann der G 290 D - fand ab 2001 auch die Abkehr vom „klassischen“ Allradkonzept mit starr zuschaltbarem Vorderradantrieb hin zum permanentem Allradantrieb des Typs W463 statt. Aber zur Freude der Kunden ist der W461 seit 2009 wieder für Privatkunden erhältlich, zuerst als limitierter G 280 CDI Edition und seit 2010 als G-Klasse Professional.

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