100 Jahre Zündstoff, 100 Jahre Beru

[ct-red] Seit 1919 ist der Name Beru als Wort- und Schutzmarke beim Deutschen Patentamt eingetragen. Sieben Jahre zuvor wurde das Unternehmen 1912 von Julius Behr und Albert Ruprecht gegründet und in Ludwigsburg als „Auto-Armaturen- und Kühlerfabrik BERU Behr & Ruprecht“ angemeldet. In direkter Nachbarschaft zum Stuttgarter Konkurrenten.

Beru hatte zunächst das Unternehmensziel „Herstellung & Vertrieb von technischen Spezialitäten“. Entsprechend reichhaltig war bereits anfangs die Produktpalette von Beru. Im Angebot waren unter anderem Zündkerzen, Kühler, Schlauchbinder und Kompressionsventile. Das Programm kam beim Kunden an und BERU entwickelte sich zügig und stellten bereits 1929 die erste Glühkerze für den Dieselkaltstart. Vom Zweiten Weltkrieg stark gebeutelt, halfen Aufträge von Daimler-Benz, NSU und Opel dem Zulieferer wieder auf die Beine. Über die Jahre reduziert Beru die Vorglühzeit immer weiter. Im Jahr 1975 liegt diese bei 20, bereits drei Jahre später bei nur noch fünf bis sieben Sekunden. Heute besitzt Beru bei Diesel-Glühkerzen einen Weltmarktanteil von über 40 Prozent. 1992 erfolgt die Markteinführung schlanker Fünf-Millimeter-Kerzen für Diesel mit Direkteinspritzung. Im Jahre 2001 folgte die Produktinnovation und Markteinführung des ersten elektronisch gesteuerten Dieselschnellstartsystems (ISS). 2003 übernimmt BERU die Zündkerzen-Division (Eyquem) von Johnson Controls Automotive Electronics in Frankreich. 2005 übernimmt der amerikanische Automobilzulieferer BorgWarner die Aktienmehrheit bei BERU, vier Jahre später wird die Börsennotierung eingestellt, da BorgWarner 100% des Kapitals übernommen hat. Seit dem Delisting an den Börsen firmiert das Unternehmen heute als BorgWarner Beru Systems und feiert 2012 sein 100jähriges Bestehen.

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