Ultimate Collector Cars – 100 erlesene Automobile / Das limitierte Referenzwerk für klassische Fahrzeuge

Die internationale Fachwelt und Presse überschlägt sich mit Lobeshymnen auf das kürzlich erschienene zweibändige Referenzwerk über Sammlerautos der letzten 120 Jahre. Ultimate Collector Cars kommt in einem Archivkarton und stabilen Schuber, das zwei großformatige und auf 10.000 Exemplare limitierte Prachtbände enthält, in dem die britischen Designexperten Charlotte und Peter Fiell die Geschichte der spektakulärsten Automobile in Wort und Bild versammelt hat. Angefangen vom legendären Mercedes-Simplex aus dem Jahre 1903, bis hin zum futuristischen McLaren Speedtail des Jahres 2020, sind in diesem fantastischen Referenzwerk 100 Automobile versammelt, die auf 904 Seiten in überwiegend farbigen und großformatigen Fotos weltweit führender Automobilfotografen vorgestellt werden. Jedes der 100 Fahrzeuge kann für sich beanspruchen einmalig und als Meilenstein der Automobilgeschichte zu gelten. Die Autoren begnügen sich jedoch nicht nur mit exzellenten Fotos, sondern liefern zudem meist noch unbekanntes Archivmaterial und die Geschichten zur Entstehung dieser Besten der Besten auf vier Rädern.

100 Fahrzeuge auf farbigen Doppelseiten, Historie und Modelldaten

Jedes Modell wird großzügig auf Doppelseiten im Referenzwerk vorgestellt, dazu seltene Archivaufnahmen, Original-Werksfotos und Aufnahmen von Motorsportveranstaltungen. Jedes Modell enthält ausgewählte Expertentexte, in denen die Marken und Modelle detailliert beschrieben sind. Äußerst praktisch für Sammler und Enthusiasten sind die Angaben zu jedem Modell über Entstehungsjahr, Motorgröße und -Kenndaten, Höchstgeschwindigkeit, Antrieb und wichtige Produktionsdaten wie die Anzahl der gebauten Exemplare. Die beiden Autoren sind renommierte und passionierte Experten, die auf ihre Expertisen und ihr Insiderwissen zu Autoauktionen, Museen und Sammlungen auf der gesamten Welt zurückgreifen können. Die sorgfältig zusammengestellte Auswahl umfasst deshalb einen Querschnitt der Automobilhistorie und bietet einen Überblick über die seltensten Modelle der letzten 120 Jahre. Genannt seien hier nur der rare Stutz Bearcat Modell A von 1912 und das kaum bekannte Talbot-Lago Coupe T150 C SS (Goutte d´Eeu), das von Figoni et Falaschi entworfen und gebaut wurde. Ein Inhaltsverzeichnis listet die Besten der Besten, die in dieses zweibändige Werk Eingang gefunden haben.

 

120 Jahre in sieben Zeitblöcken – von 1900 bis 2020

Der Schwerpunkt der Auswahl liegt in der Blütezeit des Automobildesigns, das in den 1950er und 1960er Jahren die Linienführung eleganter Automobile vorgab. Die Anfänge des Automobildesigns der 1900er bis 1920er Jahre werden beherrscht durch Rolls-Royce, Stutz, Marmon, Mercer, Mercedes und Bugatti. Gefolgt von Alfa Romeo G1 Spider Corsa und Bentley 4 ½ Liter Supercharged Modelle der 20er Jahre. Die 1930er Jahre befassen sich mit dem Bugatti Typ 41 Royale Binder Coupe, dem Alfa Romeo 8C 2300 Monza, den Duesenberg und Auburn Modellen sowie dem legendären Lagonda LG45R Rapide. Den Schluss der Vorkriegsentwicklungen bilden die Marken Delahaye, Talbot Lago, Mercedes-Benz 540 K Spezial-Roadster, das BMW 328 Mille Miglia Modell, genannt Bügelfalte und der unvergessliche Porsche Typ 64 als Meilenstein deutscher Ingenieurkunst und schnittiger Linienführung, der als Berlin-Rom-Wagen in die Geschichte einging.

Die 1950er Jahre gehören Ferrari 340 America Barchetta, Ferrari 250 Europa, die 290 Mille Miglia, 335 S und dem Ferrari 250 Testa Rossa. Beendet wird die Ferrari-Show der 1950er mit dem Ferrari 410 Superamerica Series III und dem sündhaft teuren Sportwagen, dem Ferrari 250 GT LWB California Spider Competizione. Porsche steuert in diesem Zeitraum den legendären 550 Spyder bei, Jaguar seine C-Type Werks-Lightweight, Mercedes-Benz seine legendären 300 SL Roadster und Flügeltür-Coupes und BMW den wunderschönen und in seiner Linienführung einmaligen 507 Series II. Äußerst selten und ein Muss in der Ahnengalerie der Besten ist auch der Cunningham C-4R Roadster, der Bentley R-Type Continental und der Aston Martin DBR1. Den Reigen der 1950er Jahre schließen Maserati 450 S und Maserati A6G/2000 Zagato, die überleiten in die 1960er Jahre, die mit ihren klassischen Linienführungen an die Ära der italienischen Designer erinnern. Den Auftakt macht wiederum Ferrari mit dem 250 GT SWB Alloy Berlinetta, der Maserati Tipo 61 Birdcage und der Aston Martin DB4 GT Zagato. Porsche ist mit seinem 904/6 Carrera GTS vertreten und die Amerikaner bringen das Shelby Cobra Daytona Coupe, den Ford GT40 Mark II und die beiden Sportwagen-Ikonen Chevrolet Corvette Sting Ray L88 Coupe und den Camaro ZL1 COPO.

Den Übergang in die 1970er bis 1990er Jahre bilden Porsche 917 K, Plymouth Hemi Barracuda und die Lamborghini Modelle Miura P400 SVJ und Countach LP400 Periscopio. Gut vertreten unter den Besten dieser Sportwagen-Jahrzehnte ist Porsche mit 959 Sport, 911 GT1 Evo und 911 Carrera RS 3.8. Power und Leistung vertreten Mercedes-Benz AMG CLK GTR und McLaren F1 LM. Die 2000er starten mit den unbezahlbaren Modellen Ferrari Enzo Ferrari, Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse, Bugatti Divo, McLaren Speedtail und dem futuristischen Aston Martin Valkyrie. Neben diesen genannten gibt es eine Unzahl spannender Fahrzeuge zu entdecken, die jedes Sammlerherz höherschlagen lassen. Gemeinsames Merkmal aller 100 Exponate: Kleine Stückzahlen, extrem selten und ein Kunstwerk auf vier Rädern.

 

Expertenstimmen und Interviews zum Sammlermarkt

Ultimate Collector Cars ist das Referenzwerk zur Automobil- und Design-Geschichte, dass sehr viele Ikonen der Automobilgeschichte vorstellt, die man eigentlich nur noch in Museen antreffen kann. Wer vor zwei Jahren in Düsseldorf die Ausstellung der Supersportwagen „PS. Ich liebe Dich“ sehen konnte, in denen 30 absolute Raritäten der Sportwagengeschichte gezeigt wurden, hält mit Ultimate Collector Cars ein gleichwertiges Highlight von über 100 Raritäten in der Hand. Quasi das Museum der Automobilgeschichte im Bücherregal. Abgerundet wird das zweibändige Werk durch Beiträge renommierter Autoren, die einen weiteren Blick auf die Besonderheiten des Autosammelns bieten. Rob Myers, Gründer des Auktionshauses RM Sotheby´s steuert das Vorwort bei und führt in die Besonderheiten des Marktes für klassische Automobile ein. Weitere Beiträge mit interessanten Aspekten liefern Dr. Frederick Simeone, der Gründer der Simeone Foundation, sowie Interviews mit dem Duke of Richmond und Gordon, der als Gründer des Goodwood Festival of Speed einen besonderen Blick auf die Renngeschichte wirft. Zu Wort kommen auch Sandra Button, die Vorsitzende des Pebble Beach Concours d´Elegance, sowie John Collins als führender Händler historischer Ferraris.

 

Kriterien automobiler Kunstwerke

Ultimate Collector Cars ist ein Referenzwerk für erfahrene Autosammler, aber auch für neugierige Einsteiger, denn so ganz nebenbei wird dem Leser der Zusammenhang zwischen Kunstwerk und Automobil nähergebracht bzw. die Kriterien genannt, woran man automobile Kunstwerke erkennt. Dem Verlagshaus Taschen aus Köln ist mit Ultimate Collector Cars ein wichtiges Referenzwerk zur Automobilgeschichte gelungen, dass es aber leider nur in einer Auflage von 10.000 Exemplaren gibt. 

Die Buchdaten: Ultimate Collector Cars, Hardcover, 2 Bände im Schuber, 28 x 36 cm, knapp 12 Kilo Gewicht, 904 Seiten, Ausgabe Englisch, limitierte Auflage 10.000 Exemplare, ISBN 978-3-8365-8491-3, Kosten: 200 Euro.