Audrian Concours & Motor Week in Newport - Ein neues Konzept belebt die Classic Car Szene

Man nehme prominente und beliebte Zugpferde, ein absolut ausgefallenes Programm mit jede Menge Highlights und Diskussionsstoff, dazu eine Einladung direkt an die Jugendlichen mit einem Concours der Automobile unter dem Motto „30 under 30“, was einfach ausgedrückt 30 unter 30 bedeutet und ausschließlich Automobile zum Wettbewerb zuläßt, die unter 30 Jahre alt sind und nicht mehr wie 30.000 US-Dollar gekostet haben. Ausgedacht haben sich die Audrian Concours & Motor Week in Newport die US-Moderatoren Donald Osborne und der auch in Europa bekannte Sammler und Late Night-Erfinder Jay Leno. Die erste Veranstaltung ging Ende Oktober über die Bühne und die Wiederholung wird aufgrund des tollen Erfolges vom 1.bis 4. Oktober 2020 in Newport auf Rhode Island (USA) stattfinden.

Die Zutaten für eine perfekte Veranstaltung – hier auch als Beispiel für europäische Veranstalter gedacht – sind vor allem junge und modernere Herangehensweisen mit einer Mischung origineller Ideen, die vor allem auf junge Menschen abzielt. Donald Osborne und Jay Leno, die beiden Köpfe hinter der Audrain Motor Week und Concours, sind eine erfolgreiche Combo! Schlüsselelemente der Motor Week sind sicherlich die Orte von großem historischen Wert. Newport, Rhode Island, ist weltweit bekannt als exklusiver Urlaubsort an der Ostküste. Die Stadt ist auch berühmt wegen der früheren Sommerresidenz der Familie Vanderbilt. Und Willie K. Vanderbiilt war einer der Initiatoren des Rennsports in den Vereinigten Staaten am Ende des 19. Jahrhunderts. Newport strotzt also vor Autogeschichte aus jeder Pore. Die großartigen Schauplätze der Audrain Motor Week, die Podiumsdiskussionen mit prominenten Sammlern und die für jedermann erschwinglichen Veranstaltungen, Diashows und Collector Ausstellungen runden das Bild ab.

Um ein jüngeres Publikum und Teilnehmer der nächsten Generation anzulocken und zu ermutigen, haben die Organisatoren beim Concours of Elegance eine „30-unter-30-Klasse“ geschaffen, die für Sammler unter 30 Jahren gedacht ist, die nicht mehr als 30.000 US-Dollar für ihr Auto ausgegeben haben. Dieses Konzept wurde entwickelt, um junge Menschen zu ermutigen, sich für das Hobby des Sammelns und Restaurierens von Oldtimern zu begeistern. Mit dieser offiziell beurteilten Klasse im Rahmen der Audrians Motor Week, soll das Sammeln und Bewahren von Automobilen gefördert werden. Junge Menschen, so Jay Leno bei der Preisverleihung, dass Sammeln und Restaurieren nicht nur für die Reichen und nicht nur für Autos im Wert von Millionen von Dollar bestimmt ist. 

Die 30-unter-30-Klasse, die am Wochenende unglaubliche Aufmerksamkeit erregte, war das erste Mal, dass offizielle Wettbewerbe solche Autos bei einer Veranstaltung annehmen. Der glückliche Gewinner der „30 unter 30 Klasse“ war mit einem orangefarbenen, frisch restaurierten BMW 2002 vertreten. Wie Jay Leno wiederholt betonte, sei die Welt der Oldtimer für die meisten Menschen wegen der überhöhten Kosten und dem Besitz teurer Sammelautos oft unzugänglich. Dies ist das erste Mal, dass Youngtimer bei einem internationalen Concourse d'Elegance das Feld betreten können und Öffentlichkeit spendete Beifall. Ein zentraler Aspekt der gesamten Veranstaltung war es zudem, sie allen Interessierten zugänglich zu machen, nicht nur der Elite. Aus diesem Grund war ein großer Teil der Aktivitäten der Motor Week bewusst erschwinglich oder kostenlos, wie beispielsweise das gesponserte Kindertretautorennen oder die Teilnahme an der Tour d'Elegance der Concours in Newport.

Denkt man an die teuren Eintrittsgelder z.B. deutscher Oldtimermessen, die eigentlich nichts weiter bieten als Verkaufsveranstaltungen – wenn man mal die Initiativen der Clubs und Vereine ausklammert – dann ist der Unterschied zu der frischen, frechen und interessanten Audrians Motor Week nicht nur wegen der kostenfreien Angebote interessanter. Die Audrain Concours & Motor Week ist auch ein kulturelles Zentrum für den Austausch von Ideen und Meinungen zu Themen rund um das Automobil. Und neben den beiden Zugpferden Osborne und Leno traten u.a. Michael Simcoe, General Motors-Vizepräsident für Global Design, Stewart Reed, Vorsitzender der Abteilung für Transportdesign am ArtCenter College of Design, und Jay Ward von Pixar auf, die mit ihren Trick- und Animationsfilmen für lebhafte Gespräche über das Thema „Zukunft des Automobils“ zündeten.